Perspektiven bieten Sögeler Initiativkreis will Kindern in Armut helfen

Erstmalig hat sich der neue Initiativkreis „Kein Kind zurücklassen“ im Sögeler Rathaus getroffen. Foto: Gemeinde SögelErstmalig hat sich der neue Initiativkreis „Kein Kind zurücklassen“ im Sögeler Rathaus getroffen. Foto: Gemeinde Sögel

Sögel. Zu ihrer ersten Sitzung haben sich nun die Mitglieder des Initiativkreises zum Thema „Kein Kind zurücklassen“ in Sögel getroffen. Das teilte die Gemeinde Sögel mit.

Nachdem der Gemeinderat die Bildung des Initiativkreises beschlossen hatte, fand nun das erste Treffen der haupt- und ehrenamtlichen Akteure statt, die an den verschiedenen Schnittstellen in der Gemeinde Sögel tätig sind. Die Leiterin der Sitzung, Sögels Bürgermeisterin Irmgard Welling, führte zu Beginn aus, dass jedes sechste Kind unter drei Jahren in Armut aufwachse: „Für über die Hälfte dieser Kinder ist Armut keine Episode in ihrem Leben, sondern ein anhaltender Normal- und Dauerzustand.“

Das Wissen der Institutionen bündeln

In Armut aufwachsende Kinder seien bei der Einschulung häufiger auffällig in ihrer Körperkoordination, sie könnten sich schlechter konzentrieren, sprächen schlechter Deutsch und könnten schlechter zählen als andere Kinder gleichen Alters, führte Welling aus. Das gemeinsame Wissen in den verschiedenen Institutionen müsse gebündelt werden, um Kindern und Jugendlichen bessere Entwicklungsperspektiven zu bieten. „Wir wollen herausfinden, welche Hilfen bei in Armut lebenden Familien ankommen, welche Lücken es im Angebot gibt und wie wir uns alle so vernetzen können, damit es unseren Familien zugutekommt“, so Welling.

Diskussion über Defizite geführt

In dem Initiativkreis wurden Unterstützungsangebote vorgestellt und eine Diskussion über vorhandene Defizite geführt. Die Besprechungsteilnehmer stimmten laut Mitteilung der Gemeinde darin überein, dass durch präventive Maßnahmen ein wichtiger Beitrag zum gelingenden Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen geleistet werden könne.


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