Versammlung des Heimatvereins Zehntscheune Börger soll Kulturzentrum werden

Von Hermann-Josef Döbber

Einer vielköpfigen Radfahrergruppe die Gemeinde Börger näherbringen will der Vorstand des Heimatvereins mit Kassenwart Heinz Oldiges,  seiner  Stellvertreterin Theresia Oldiges, dem Vorsitzenden Hermann Schmitz und Schriftführer Hermann Ubbenjans (von links). Foto: Hermann-Josef DöbberEiner vielköpfigen Radfahrergruppe die Gemeinde Börger näherbringen will der Vorstand des Heimatvereins mit Kassenwart Heinz Oldiges, seiner Stellvertreterin Theresia Oldiges, dem Vorsitzenden Hermann Schmitz und Schriftführer Hermann Ubbenjans (von links). Foto: Hermann-Josef Döbber

Börger. Das Hauptbauprojekt der vergangenen Jahre des Heimatvereins (HV) Börger, die Zehntscheune, soll in diesem Jahr weiter gedeihen.

Nachdem im Januar dieses Jahres die Rohbauarbeiten abgeschlossen wurden, soll es jetzt zügig weitergehen. „Damit in Börger ein Kulturzentrum entsteht, das seiner Aufgabe gerecht wird“, sagte der Vorsitzende Hermann Schmitz auf der Generalversammlung.

Er bezeichnete das vom Heimatverein bewirtschaftete historische Gebäude als die gute Stube der Gemeinde. „Es fanden hier 2015 auch vier standesamtliche Trauungen statt. Die Polizei nutzte die Räume für überregionale Treffen.“ Schmitz zufolge ist das Haus von vielen Gruppen genutzt worden. „Rechnerisch waren es 2350 Gäste. Weitere 3000 bis 4000 Wanderer, die auf dem Friesenweg und Pilgerweg unterwegs waren, nutzten die Heimathausanlage zur Rast.“

Jahresschrift in Arbeit

Unter den Gästen seien auch Mitglieder der in St. Louis (USA) lebenden Familie Kerssens-Schmidtharms gewesen, deren Vorfahren aus Börger stammten. Der Heimatverein mache mit dem Haus und dem Umfeld eine für Börger nicht zu unterschätzende Werbung.

Aktuell sei die Arbeitsgruppe Geschichte dabei, eine weitere Ausgabe der Jahresschrift „Use Borger“ anzufertigen. Themen für 2017 seien unter anderem Kinderarbeit, Megalithgräber und die plattdeutsche Sprache. Das an jedem zweiten Sonntag im Monat geöffnete „Plattproater-Cafe“ werde sehr gut angenommen.

Der Vorsitzende erinnerte auch an eine Tagesfahrt zur Gedenkstätte Esterwegen und einen Besuch beim Heimatverein Gehlenberg und den Besuch einer Gruppe der Bauhandwerker beim Congress Freier Begegnungsschlacht in Sanitz (Mecklenburg-Vorpommern). Die dortige Gruppe hatte 2014 bei der Errichtung der Zehntscheune in Börger geholfen.

Radtour im Juli geplant

Kräftig die Werbetrommel rührte der Vorsitzende für eine große Fahrradtour unter der Regie des Haselünner Unternehmens Rosche. Sie findet am Freitag, 26. Juli, statt und soll um 14 Uhr am Heimathaus gestartet werden. Zwischen 500 und 600 Radler werden erwartet. Neben dem Heimatverein seien die politische Gemeinde Börger und der Musikverein inzwischen mit „im Boot“, wie auch die Deutsche Kornkönigin Johanna Lübbers aus Börger. Mit weiteren Vereinen sei der HV-Vorstand derzeit in Gesprächen.

Die Weidenkirche, der Heimathof, der lang gezogene Brink, die St. Jodokus-Kirche und das Jägerhaus sollen die örtlichen Anlaufstellen der Radler sein, bevor es für diese über Werpeloh und Sögel zur Hüvener Mühle und dann nach Haselünne geht.

Kassenwart Heinz Oldiges zufolge wurden die Hauptausgaben wie in den Vorjahren für den Weiterbau der Zehntscheune getätigt.

Bei Teilneuwahlen wurde Schriftführer Hermann Ubbenjans im Amt bestätigt und für eine 20-jährige Tätigkeit geehrt. Der stellvertretende Vorsitzende Gerd Többen schied aus beruflichen Gründen aus dem Führungsgremium aus. Das Amt konnte nicht neu besetzt werden.


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