Mieten im Heimathaus höher Heimatverein Sögel macht Minus mit Reinigungskosten

Von Helmut Diers

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Der alte Vorstand des Heimatvereins Sögel mit (von links) Margret Möheken, Hermann Tholen, Hans Schirra, dem wiedergewählten Kassenwart Wilhelm Sewerin, Brigitte Weers, Wilhelm Masbaum und Walburga Wübben. Foto: Helmut DiersDer alte Vorstand des Heimatvereins Sögel mit (von links) Margret Möheken, Hermann Tholen, Hans Schirra, dem wiedergewählten Kassenwart Wilhelm Sewerin, Brigitte Weers, Wilhelm Masbaum und Walburga Wübben. Foto: Helmut Diers

Sögel. Bei der Mitgliederversammlung des Sögeler Heimatvereins hat Kassenwart Wilhelm Sewerin ein Minus in Höhe von rund 800 Euro wegen Reinigungskosten des Heimathauses bekannt gegeben. Außerdem sollen die Mieten für das Haus erhöht werden. Zur Versammlung sind rund 70 von zurzeit 349 Mitgliedern erschienen.

Masbaum sprach in seinem Rechenschaftsbericht für das Jahr 2015 von einem „wieder einmal ereignisreichen Jahr für unseren Verein“. Schlaglichtartig zählte er die verschiedensten Veranstaltungen wie den Dankeschönabend für alle Helfer, die kleine Fahrradtour, deren Beteiligung zu wünschen übrig ließ, das Jubiläumsfest zum 25-jährigen Bestehen der Trecksackspäler, die große Fahrradtour am 30. Mai in der niederländischen Partnergemeinde Norg, das Wahner Treffen, eine Planwagenfahrt, den Weihnachtsmarkt und vieles mehr auf. Lob gab es vom Vorsitzenden ganz besonders für die Trecksackspäler, für die Musikfreunde Sögel, für die Tanzgruppe des Heimatvereins und die verschiedenen Arbeitskreise. „Ihr macht Sögel nach außen bekannt“.

800 Euro Reinigungskosten bringen Minus ein

Kassenwart Wilhelm Sewerin meldete für 2015 Einnahmen von 17338,66 Euro und Ausgaben von 18147,46 Euro. „Ohne über 800 Euro Reinigungskosten hätten wir kein Minus erwirtschaftet“. Die Kosten seien durch eine Reinigungsfirma entstanden, weil man keine Ehrenamtlichen für diese Arbeit gefunden habe, warb er um Personen, die ab und zu das Heimathaus säubern. Der Gesamtbestand der Kasse betrug zum Jahresende 20099,17 Euro. Sewerin, der wie der Vorstand einstimmig entlastet wurde, wurde einstimmig als Kassenwart für eine weitere Amtsperiode bestätigt. Bekannt gegeben wurde von ihm, dass der Heimatverein ab sofort die Mieten für das Heimathaus und die Remise für freie Veranstaltungen moderat erhöhen müsse, um kostendeckend arbeiten zu können.

40 Veranstaltungen mit 3000 Teilnehmern

Masbaum kündigte an, dass die musikalische Gestaltung des diesjährigen Wahner Treffens am 19. Juni 2016 in der Dorfstelle Wahn erstmals durch die Musikfreunde Sögel erfolge. Insgesamt wusste Masbaum von 40 Veranstaltungen mit 3000 Teilnehmern im und am Heimathaus zu berichten. In den 3000 sind die Besucher des Weihnachtsmarktes noch nicht eingerechnet. Vorausschauend gab der Vorsitzende die Termine für dieses Jahr bekannt. Der Dankeschönabend sei für den 26. Februar geplant. Am 23. März gebe es einen Vortrag des Försters Ansgar Simme über das Jagdjahr und den Wolf im Heimathaus. Holger Lemmermann werde am 6. April das Buch „Die Auswanderer aus Sögel und dem Hümmling“ vorstellen. Die kleine Fahrradtour finde am 23. April und die große mit den Norger Freunden am 25. Juni in Sögel statt. Als große Aufgabe stellte Masbaum die Sanierung der Teichanlage auf dem Heimathof vor. Die „nicht unbedingt erforderliche Brücke über den Teich“ sei marode, gesperrt und falle aus Kostengründen dem Abriss zum Opfer.

Sanierung der Teichanlage soll 35000 Euro kosten

In ihrem Grußwort, in dem Irmgard Welling die Arbeit des Heimatvereins würdigte, beschrieb die Bürgermeisterin in allen Einzelheiten die Sanierungsmaßnahmen durch die Gemeinde. „Für die Sanierung haben wir einen Kostenrahmen von 35000 Euro festgelegt. Wenn allerdings Schwermetalle im Erdreich gefunden werden, dann wird`s teuer“, sagte sie. Für die Tanzgruppe vermeldete Klaus Kulkmann insgesamt acht Veranstaltungen. Simone Klaßen berichtete, dass der Nikolaus-Arbeitskreis zwölf Nikolausgruppen zu 280 Kindern geschickt habe. „Nachwuchs bei den Nikoläusen ist hoch willkommen“. Für die Trecksackspäler berichtete Heinz Meiners von insgesamt 30 Auftritten. Die Gruppe zähle zurzeit neun Mitglieder. Holger Lemmermann wusste von zahlreichen Anfragen zur Familienforschung an das Heimatvereinsarchiv zu berichten, von Besuchen amerikanischer Nachkommen von Hümmlinger Auswanderern im Archiv und der Bücherei. Er wies auf zurückliegende und kommende Aktionen „Stolpersteine“ hin und teilte mit, dass in der NS-Zeit 70 Juden aus Sögel umgebracht worden seien. Das Archiv sei jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Großes Lob zollte Lemmermann den Börgeranern und Lorupern für ihre Jahresschriften „Use Borger“ und „Loorper Beldertunscheere“. Lemmerman sagte: „Sie sind wahre Fundgruben zur Heimatgeschichte.“


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