Warnung vor Hetze im Internet Flüchtlinge: Connemann diskutiert mit Schülern in Sögel

Von Ingrid Cloppenburg

Die Berufsschule in Sögel besuchte die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (rechts) zu einer Diskussion mit Schülern. Foto: Ingrid CloppenburgDie Berufsschule in Sögel besuchte die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (rechts) zu einer Diskussion mit Schülern. Foto: Ingrid Cloppenburg

Sögel. „Politikunterricht erlebbar gestalten“, das war das Ziel von 14 Schülern an der Berufsschule in Sögel. Studienrätin Andrea Hülsmann lud deshalb die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann zu einem Gespräch ein.

Die 14 Jugendlichen aus dem nördlichen Emsland besuchen die Berufseinstiegsklasse 2 im Bereich „Hauswirtschaft und Pflege“. Gemeinsam mit der Klassenlehrerin Christel Niermann hatten die Schüler Fragen vorbereitet, auf die Connemann ausführlich einging.

Neben persönlichen Fragen an die Abgeordnete zu ihrer Motivation, Politikerin zu sein und ihren persönlichen Vorbildern stand als Hauptdiskussionspunkt das Thema „Flüchtlingshilfe“ im Raum. Die Schüler zeigten sich durchaus kritisch. Dabei traten auch Ängste zutage, die Connemann in vielen Fällen ausräumen konnte.

„Die vergewaltigen und rauben uns aus“, war eine Äußerung, bei der sich die Schüler auf Ängste bezogen, die in sozialen Netzwerken wie Facebook kursieren. Connemann entgegnete, dass die Kriminalitätsrate im Emsland nicht gestiegen sei. Sie warnte vor Hetze in den sozialen Medien. Tatsächlich konnte kein Schüler über persönliche, geschweige denn schlechte Erfahrungen mit Flüchtlingen berichten.

Hülsmann und Connemann waren sich einig: Belastbare Informationen erhält man durch persönliche Erfahrungen. Diese hätten mehr Wahrheitsgehalt als die über soziale Medien verbreiteten Schlagzeilen.

Nun plant die Klasse, Vertreter der Polizeidienststelle in Sögel für ein Informationsgespräch zu gewinnen und Plätzchen für die Flüchtlinge in der Sögeler Großraumturnhalle zu backen.


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