Zeichnung sorgt für Irritation Neuer Streit um Sporthalle in Börger

Von Mirco Moormann

Der geplante Neubau an der Sporthalle Börger, der an der Rückseite des Gebäudes entstehen soll, wurde erneut im Rat diskutiert. Foto: Mirco MoormannDer geplante Neubau an der Sporthalle Börger, der an der Rückseite des Gebäudes entstehen soll, wurde erneut im Rat diskutiert. Foto: Mirco Moormann

Börger. Nach langen Diskussionen um die Erweiterung der Sporthalle Börger hatte sich im Sommer eine Lösung angekündigt. Nun ist im Gemeinderat ein neuer Streit um den genauen Standort der Halle losgebrochen. Auch die gestoppten Arbeiten zur Erweiterung des Sportplatzes wurden thematisiert.

Die grundsätzliche Entscheidung, die neue Sporthalle in Börger westlich neben die alte Halle zu bauen, wurde im Juli von Gemeinderat beschlossen. Auf der Sitzung des Rates am Montagabend kam es jedoch erneut zum Streit zwischen den Parteien aufgrund einer Zeichnung.

SPD-Ratsherr Klaus Fleer sagte gleich zu Beginn des Tagesordnungspunktes 6 „Beratung über den Sporthallenneubau“, dass die aktuelle Planung ihm und seiner Fraktion erst am selben Tag das erste Mal vorgelegt worden sei.

Änderung in Fraktion beraten

„Ich war bislang von der Planung ausgegangen, dass zwischen der neuen und der alten Halle ein Abstand von drei Metern vorhanden ist“, sagte Fleer. Die neue Zeichnung, die einen Anbau direkt an das alte Gebäude zeigte, sei ihm nach eigenen Aussagen „erst kurz zuvor gezeigt“ worden und somit neu. „Das wurde noch nicht in unserer Fraktion beraten“, sagte er und beantragte eine Vertagung der Beratung.

Dennoch ergab sich in der Folge eine Diskussion zwischen Fleer und Hermann Grote (CDU). Dieser sagte, dass der Ratsbeschluss genau diese Variante des Anbaus vorsehe. Auch Parteikollege Conrad Ubbenjans pflichtete ihm bei.

Antrag zur Geschäftsordnung

Aufgrund der immer lauter werdenden Diskussion versuchte Johannes Müller (SPD) mit einem erneuten Antrag zur Vertagung des Tagesordnungspunktes die Reißleine zu ziehen. Er verwies auf seinen Antrag zur Geschäftsordnung, der sofort zur Abstimmung stehe. Doch trotz einer mehrheitlich entschiedenen Vertagung ging die Diskussion weiter.

Fleer sagte, dass durch den direkten Anbau weitere Kosten bei der Sanierung der alten Halle entstünden. Zudem könnten weitere versteckte Kosten auftreten. Hermann Rekers (CDU) sagte, dass man jetzt die Pläne weiterverfolgen und dabei „nicht auf ein paar Mehrkosten schauen“ solle. Die Gesamtkosten wurden im Rat Ende Juli mit 1,35 Millionen Euro beziffert. Dafür soll es eine 966 Quadratmeter große Halle und einen neuen Sanitärbereich von insgesamt rund 220 Quadratmetern geben.

Bürger fragen in Sachen Sportplatz nach

Doch nicht nur die Sporthalle, auch die Erweiterung des Sportplatzes stand zur Debatte. In der Bürgerfragestunde wollten einige Anwesenden wissen, warum es am Stadion mit den Arbeiten nicht weitergehe. Der stellvertretende Bürgermeister Ansgar Kossen (CDU) bestätigte, dass seit etwa fünf Wochen keine Arbeiten mehr stattfünden. Dies hänge mit dem Zustand zusammen, dass es zusätzlich zum ersten Angebot einer Baufirma, die die Arbeiten vornehmen sollte, ein zweites Angebot eines Mitbewerbers gegeben habe. Nun müsse der Sportverein, der in Kontakt mit der Gemeindeverwaltung stehe, die Ausschreibungen vorbereiten, damit die Arbeiten durchgeführt werden könnten.

Fertigstellung erst im kommenden Jahr

Einig waren sich nahezu alle Ratsleute, dass es jedoch in diesem Jahr nicht mehr zu einer Fertigstellung des Platzes kommen könne. „Wir hoffen, dass es mit März dann mit dem Ansäen des Rasens klappt“, sagte Kossen. Hermann Rekers sagte, dass der Verein auch den Rat in seine Planungen miteinbeziehen müsse. Die Anliegen und Planungen des Vereins müssten „klar und geradlinig“ vorgetragen werden.