„ParkArt“ auf Clemenswerth Kunstmarkt lockt über 3000 Besucher nach Sögel

Viele Bewunderer fand diese etwa 3,50 Meter hohe Dame aus Aluminium-Streckmetall, die an beiden Ausstellungstagen vor dem alten Jagdschloss des Kurfürsten Clemens-August wachte. Foto: Anna HeidtmannViele Bewunderer fand diese etwa 3,50 Meter hohe Dame aus Aluminium-Streckmetall, die an beiden Ausstellungstagen vor dem alten Jagdschloss des Kurfürsten Clemens-August wachte. Foto: Anna Heidtmann

heid Sögel. Kunst in ihrer ganzen Vielfalt gab es am Wochenende rund um das Jagdschloss Clemenswerth in Sögel zu entdecken.

Beim zum siebten Mal veranstalteten Kunstmarkt „ParkArt“ präsentierten insgesamt 73 Aussteller aus ganz Deutschland sowie den benachbarten Niederlanden und Frankreich die große Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens und lockten mehr als 3000 Besucher in die Hümmlinggemeinde.

Neue Spannung

Gezeigt wurden Malereien, Fotografien und Arbeiten aus Glas, Keramik, Stein, Holz oder Metall. „Es herrscht jedes Mal wieder eine neue Spannung“, erklärte Oliver Fok, Direktor des Emslandmuseums Schloss Clemenswerth.

Etwa ein Drittel der ausstellenden Künstler seien zum ersten Mal dabei. So auch die Filzkünstlerin Hanna Wunderlich aus Ritterhude. Etwa drei Monate habe sie für jede ihrer drei lebensgroßen Schaufensterpuppen benötigt, um sie vom stylischen Hut bis zur hochhackigen Stiefelette komplett mit Filz zu ummanteln. Fantasie, Geduld und Kraft seien nötig, um die farbig gemusterten Kunstwerke zu erschaffen, beschrieb die Künstlerin ihre Arbeit.

3,50 Meter hohe Dame aus Metall

Ebenfalls zum ersten Mal dabei war Thomas Otto aus Berlin mit seinen Plastiken aus Metall. Zahlreiche Bewunderer fand vor allem seine etwa 3,50 Meter hohe namenlose Dame aus Aluminium-Streckmetall, die an beiden Ausstellungstagen vor dem alten Jagdschloss des Kurfürsten Clemens-August wachte.

Was sowohl Künstler als auch Besucher am Freiluftatelier auf Clemenswerth schätzen, ist das einmalige Ambiente der barocken Schlossanlage sowie die großzügigen Ausstellungsflächen. „Die Atmosphäre hier ist einfach toll“, schwärmte Alfred Arnold aus Wachtberg in Nordrhein-Westfalen, dessen Seiltänzerskulpturen aus Edelstahl auf einem langen Stab balancierend förmlich in der Luft schweben.

Über die Schulter geschaut

Einen spanischen Kalkstein hat sich Bildhauer Thorsten Sieber aus Geeste zum Zeitvertreib mitgebracht. Zwischen den Kundengesprächen dürfen die Besucher dem Künstler bei der Arbeit über die Schulter schauen und beobachten, wie in dem grauen Stein auf verschiedenen Ebenen ein weißes Dorf mit südländischem Flair erwächst. Inspirieren lässt er sich dabei von Urlaubseindrücken in sonnigen Gefilden.

„Für Kunstschaffende ist dieses Event eine gute Gelegenheit, sich einem breitem Publikum vorzustellen und dabei Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen“, erklärt Bildhauerin Judith Braun aus Frankreich, die für ihre Anreise nach Sögel mit dem Pkw und Anhänger insgesamt zwei Tage unterwegs war.