Elf neue Hospizhelferinnen Freiwillige Begleiter für Sterbende in Sögel geschult

Rosen überreichten Stefan Varel (links), Georg Humbert (Mitte) und Michael Strodt den neuen Hospizhelferinnen. Foto: KEBRosen überreichten Stefan Varel (links), Georg Humbert (Mitte) und Michael Strodt den neuen Hospizhelferinnen. Foto: KEB

Sögel. Nach achtmonatiger Kursdauer haben elf Teilnehmerinnen eine Fortbildung zur ehrenamtlichen Hospizhelferin erfolgreich abgeschlossen. Den Zertifikatslehrgang hatte die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Aschendorf-Hümmling zusammen mit dem Verein Sögeler Hospiz durchgeführt.

„Wir sind froh, dass mit Ihnen elf neue und gut vorbereitete Hospizhelferinnen bereit sind, um sich auf den Weg mit Schwerkranken und Sterbenden zu begeben,“ sagte Michael Strodt, Krankenhausseelsorger und Vorsitzender des Sögeler Hospiz-Vereins bei der Zertifikatsvergabe. Zusammen mit dem Psychologen Georg Humbert leitete Strodt den 110 Unterrichtsstunden umfassenden Zertifikatskursus unter Einbeziehung zahlreicher Fachreferenten.

Neben der persönlichen Auseinandersetzung mit den Themen Krankheit, Sterben und Trauer standen die Bedürfnisse und der Umgang mit dem Sterbenden im Mittelpunkt der Fortbildung. Rechtliche und religiöse Aspekte, das Thema Bestattung, pflegerische und therapeutische Themen, das Gespräch mit dem Sterbenden und die Berücksichtigung seines familiären Kontextes waren weitere Inhalte wie auch der Besuch der Palliativstation im Hümmling Hospital.

Persönliche Erfahrung

Petra Kosse fasst ihre Motivation, sich als Hospizhelferin ausbilden zu lassen, so zusammen: „Als Angehörige, Freunde oder auch Mitarbeitende im pflegerischen Berufen haben wir zumeist bereits persönlich erfahren müssen, welche Herausforderung der Umgang mit Sterbenden und Schwerkranken mit sich bringt und wie gut es den Sterbenden und Angehörigen tut, wenn es eine Begleitung auf diesem Weg gibt.“ Den Kursus absolvierte Kosse zusammen mit Helena Dopp, Regina Ficker, Sabine Finke, Anette Günnemann, Petra Hoormann, Monika Kannaß, Marita Plock, Sr. Clementiane Thünemann, Bettina Weinreich und Andrea Wessels.

Deutlich wurde, dass die Bedürfnisse Sterbender umfassend sind und individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können. Die Erkenntnis, dass jede und jeder die Lösung für seinen letzten Weg in sich trägt, befreie von dem Gedanken, fertige Rezepte und Themenkataloge im Kontakt mit dem Sterbenden vorhalten zu müssen, hieß es. Zeit haben, Zuhören können, Hautkontakt, Ruhe lassen und anwesend sein seien einige unverzichtbare Stärken der Hospizbegleiter und Zeichen eines wichtigen Motivationsgrundes für diese Tätigkeit, die Bereitschaft zum „Schenken von Liebe und Zeit“.

„Mit Ihrem hier gezeigten Engagement und mit Ihrer Bereitschaft Sterbende zu begleiten ermöglichen Sie, dass menschliche Würde gerade auch auf dem letzten Weg des Menschen konkret wird und dass das Thema Sterben nicht als Tabu hingenommen werden muss,“ betonte KEB-Leiter Stefan Varel.

Weitere Infos und Kontakt: Sögeler Hospiz, Telefon 05952/209253, www.soegeler-hospiz.de .