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Im Frühjahr wird Kuhle geöffnet Gemeinde Sögel saniert alte Hausmülldeponie aus den 1970er-Jahren

<em>Gerodet </em>hat die Gemeinde im Vorfeld der Sanierung das Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie „Am Forstgraben“ im Sögeler Industriegebiet Püttkesberge. Foto: Klaus DieckmannGerodet hat die Gemeinde im Vorfeld der Sanierung das Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie „Am Forstgraben“ im Sögeler Industriegebiet Püttkesberge. Foto: Klaus Dieckmann

Sögel. Der erste Schritt zur Sanierung der ehemaligen Müllkuhle „Am Forstgraben“ in Sögel ist erfolgt: Die Gemeinde hat ein gut zwei Hektar großes Gelände im Industriegebiet Püttkesberge roden lassen. Seit Mitte der 1970er-Jahre hatten Sträucher, Büsche und Bäume das Areal überwuchert.

Mit der Rodung ist ein Erdhügel zum Vorschein gekommen, der sich hinter einer feuchten Senke erhebt. Unter der seinerzeit aufgefahrenen Deckschicht verbirgt sich die Altlast mit Hausmüll und sonstigen Abfällen. Was sich genau in der Deponie findet, wird erst die Öffnung der Altablagerung ergeben.

Die Gemeinde hofft, dass sich nicht allzu viele unliebsame Überraschungen ergeben, wenn die Bagger anrücken und die Grube ausheben. Zwar laufen vor der Öffnung der Altablagerung Erkundungen, die auch Grundwasseruntersuchungen beinhalten, gleichwohl kann bislang nicht abschließend vorhergesagt werden, was an Abfällen wieder ans Tageslicht kommt.

Entsorgung

Das ausgebaggerte Material wird laut Projektplanung gesiebt, getrennt, deklariert und entsprechend entsorgt. Bis Juli/August soll das Vorhaben über die Bühne gebracht worden sein. Diesen Zeitrahmen hatte der Gemeinderat auf seiner Sitzung Anfang des Jahres abgesteckt. Die Planungen sahen auch vor, dass Ende Februar die Arbeiten anlaufen sollten. Mit der Rodung der Fläche ist der Auftakt zur Sanierung der Altlast termingerecht erfolgt.

Zum Frühjahr wird der Deponiekörper, der einen Bereich von etwa 12000 Quadratmetern umfasst, geöffnet. Bis Ende Juni soll die Grube wieder verfüllt und verdichtet sein. Weitgehend gelaufen sein soll bis dahin ebenfalls der Abtransport des zu entsorgenden Abfalls.

Drei Millionen Euro

Auf drei Millionen Euro hat die Gemeinde die Kosten für die Sanierung der Altablagerung veranschlagt. Trotz Zuwendungen von der Europäischen Union in Höhe von rund einer Million Euro sowie vom Landkreis Emsland, der 500000 Euro beisteuert, muss die Gemeinde Sögel einen Eigenanteil von etwa einer Million Euro aufbringen.

Im Gegenzug erhält die Kommune eine Fläche, die für gewerbliche Zwecke nutzbar ist. Insgesamt umfasst das Areal, das von der Straße Im Sande, dem Forstgraben und der Industriestraße begrenzt wird, rund 2,3 Hektar. Bezüglich der Vermarktung des Geländes liegt der Kommune bereits eine erste Interessenbekundung vor. So habe der Schlachthof Weidemark als direkter Nachbar bereits ein Augenmerk auf die Fläche geworfen, hieß es.

Mit der Sanierung der ehemaligen Müllkippe erhält der Forstgraben indessen ein neues Bachbett. Er wird nicht mehr durch das Gelände des künftigen Gewerbeareals verlaufen, sondern seinen Weg entlang der Industriestraße nehmen.


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