Zweiter kurioser Fund Nach Papenburg sind auch in Sögel die Schweine los

Putzig: Der Fund von Mini-Schweinen, hier ein Exemplar aus dem Zoo in Hannover, halten die Ordnungsämter in Sögel und Papenburg auf Trab. Foto: dpaPutzig: Der Fund von Mini-Schweinen, hier ein Exemplar aus dem Zoo in Hannover, halten die Ordnungsämter in Sögel und Papenburg auf Trab. Foto: dpa

Sögel/Papenburg. Im nördlichen Emsland sind kurz vor Weihnachten die Schweine los. Kurios: Einen Tag nach dem Fundbüro der Stadt Papenburg meldete auch das Ordnungsamt der Samtgemeinde (SG) Sögel ein Auftauchen von herrenlosen Schweinen.

Um welche Exemplare genau es sich bei den grunzenden Vierbeinern auf dem Hümmling handelt, konnte der Leiter des Ordnungsamtes der SG, Ludwig Schmitz, am Dienstag auf Nachfrage unserer Redaktion nicht mit letzter Sicherheit sagen. Fest steht, dass insgesamt fünf Tiere gefunden wurden, darunter offenbar sowohl Mini- als auch Hängebauchschweine. Entdeckt hat sie Schmitz zufolge ein Förster in Alt-Wahn.

Die Tiere haben vorübergehend eine Bleibe bei einem Landwirt in Sögel gefunden. Eigentumsansprüche können beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung des SG Sögel, Telefon 05952/2060 geltend gemacht werden. Unter dem Anschluss ist nach den Worten des Ordnungsamtsleiters auch während der Weihnachtsfeiertage eine Mobilfunknummer hinterlegt, sodass Anrufer auf jeden Fall Gehör finden.

Einen Tag nach der Nachricht über einen Fund von zwei Mini-Schweinen am Ems-Seitenkanal in Herbrum hat sich der Besitzer bis Dienstagnachmittag nicht beim Ordnungsamt der Stadt Papenburg gemeldet. Das teilte eine Sprecherin auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Wer in diesem Fall Eigentumsansprüche anmelden will, kann sich unter der Telefonnummer 04961/82306 im Rathaus melden. Voraussetzung ist, dass der oder die Besitzerin als Nachweis eine genaue Beschreibung der Tiere vorlegen muss, wie Ordnungsamtsleiter Matthias Heyen erklärte. Auch die Papenburger Schweine haben auf einem Bauernhof ein vorübergehendes Zuhause gefunden.

Überregionales Aufsehen

Die kurze Pressemitteilung aus dem Fundbüro kurz vor Weihnachten hatte am Montag überraschend für überregionales Aufsehen im digitalen Blätterwald gesorgt. Nachdem die Deutsche Presseagentur die Meldung aufgegriffen und verbreitet hatte, landete sie unter anderem nicht nur in den Online-Ausgaben der Tageszeitungen „Die Welt“ und „Hamburger Abendblatt“, sondern sogar im Nachrichtenmagazin „Focus“.

Und was passiert, wenn sich die Eigentümer der Schweine nicht melden? „Dann werden sie in gute Hände abgegeben“, erklärt der Sögeler Ordnungsamtsleiter Schmitz. Das könnten sowohl Privatleute als auch Tierheime sein. Normalerweise gelte eine Frist von einem halben Jahr, erklärte Schmitz. So lange würden die Kommunen ihre Fundtiere in der Regel aber nicht durchfüttern.


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