Anlage soll barrierefrei werden Mit dem Elektromobil durch Schloss Clemenswerth

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Rampen wie diese sollen auf Schloss Clemenswerth in Sögel vermehrt zum Einsatz kommen. Foto: Landkreis EmslandRampen wie diese sollen auf Schloss Clemenswerth in Sögel vermehrt zum Einsatz kommen. Foto: Landkreis Emsland

Sögel. Die Wege beim Schloss Clemenswerth in Sögel sollen bis Ende nächsten Jahres saniert und so weit es der Denkmalschutz zulässt barrierefrei werden. Darüber hat Martin Gerenkamp, Erster Kreisrat des Landkreises Emsland, die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Tourismus informiert. Anlass war ein Antrag der SPD-Kreistagsfraktion auf einen Sachstandsbericht.

Um die Wege auf der Schlossanlage in Sögel zu sanieren und barrierefrei zu machen, hatte der Landkreis im Dezember 2013 das sogenannte Wegekonzept beschlossen. In zwei Bauabschnitten wurden beziehungsweise werden zunächst die Voraussetzungen für die Restaurierung des Wegesystems geschaffen. Besonders zu beachten ist laut Gehrenkamp dabei der denkmalgeschützte Bereich des Schlossplatzes. Um die Vorschriften einzuhalten, arbeitet der Landkreis dabei mit dem niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege zusammen.

Im ersten Bauabschnitt, der bis März dauerte, konnten die Alleen nach Sögel, Werpeloh und Börger saniert werden. Wie Gerenkamp berichtete, waren die Fußwege zuvor in einem schlechten Zustand. Bei Regen hätten sich viele Pfützen gebildet. Zudem sei der Zugang zum Schlossgelände sowie zur Klosterkapelle für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, nur schwer zu passieren gewesen. Gleichzeitig wurde an der Zufahrt zum Wirtschaftshof eine Schranke eingebaut. Entlang der Gehwege wurden Elektroleitungen verlegt, um die Voraussetzung für eine Beleuchtung zu schaffen.

Im zweiten Bauabschnitt wurde seit Oktober bereits Schotterrasen hinter den acht Pavillons um den zentralen Schlossplatz angelegt. Dadurch können Rettungsfahrzeuge im Notfall nah an die Gebäude heranfahren. Weiterhin wurden nach Angaben von Gerenkamp technische Hilfsmittel wie Rampen oder Elektromobile angeschafft.

Test mit Rollstuhlfahrern

Die Barrierefreiheit wird im dritten Bauabschnitt ein wichtiges Thema sein. Zur Vorbereitung haben Mitarbeiter der Verwaltung zusammen mit der Behindertenbeauftragten des Landkreises, Ursula Mersmann, und zwei Rollstuhlfahrern getestet, welche Flächen begradigt werden müssen. Es ist außerdem geplant, weitere Elektromobile anzuschaffen und auf der Schlossanlage kostenlos zur Verfügung zu stellen. Auf dem Parkplatz soll es künftig einen Hinweis darauf geben, dass Besucher diese durch einen Anruf an der Kasse anfordern können. Weiterhin sollen im kommenden Jahr ein Parkplatz sowie Toiletten für Menschen mit Behinderung entstehen.

Die Ausschussmitglieder begrüßten das Ziel der Arbeiten. „Für uns ist besonders wichtig, was im kommenden Jahr passiert“, sagte beispielsweise Heinz Schwarte (SPD). Gerenkamp wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass aufgrund des Denkmalschutzes nicht alle Flächen begradigt werden könnten. Daher bleibe es für alle Besucher ausdrücklich erlaubt, die Rasenflächen zu nutzen. Rainer Schomann vom Landesamt für Denkmalpflege in Hannover sagte, dass der Landkreis akzeptieren müsse, dass nicht alle Wege saniert werden könnten. Dafür sei die mehr als 250 Jahre alte Schlossanlage aber historisch sehr wertvoll.


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