Vorfahrtsregel nicht bewusst Unsicherheit bei Fahrern an Sögeler Kreuzung

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Vorfahrt gewähren: Wer in Sögel – wie der schwarze Mercedes – aus der Clemens-August-Straße kommt, muss dem Verkehr auf der Sigiltrastraße den Vorrang lassen. Foto: Juliane HornVorfahrt gewähren: Wer in Sögel – wie der schwarze Mercedes – aus der Clemens-August-Straße kommt, muss dem Verkehr auf der Sigiltrastraße den Vorrang lassen. Foto: Juliane Horn

Sögel. In Sögel scheint es an der Kreuzung vor dem Clemenswerther Hof immer wieder Unsicherheiten bezüglich der Vorfahrtsregelung zu geben. Darauf machte Leser Hans-Werner Schaake aus Surwold aufmerksam. Diese Beobachtung bestätigte auch Gerd Kerssens von der Gemeindeverwaltung Sögel.

An der Kreuzung trifft die Clemens-August-Straße kurz vor dem neuen Kreisverkehr auf die Sigiltrastraße. Wer aus der Clemens-August-Straße kommt, verlässt die Tempo-30-Zone beim Abbiegen. Das Ende der verkehrsberuhigten Zone wird an dieser Stelle mit einem Verkehrsschild angezeigt. Schaake sei aufgefallen, dass viele Autofahrer dort nicht immer wüssten, welcher Fahrer Vorfahrt habe, wenn zwei Autos an der Kreuzung aufeinandertreffen.

Kerssens von der Gemeinde erklärt sich diese Unsicherheit so: Bevor die Tempo-30-Zone im Ortskern von Sögel eingerichtet wurde, habe an der Einmündung zur Sigiltrastraße ein „Vorfahrt gewähren“-Schild gestanden. Dies sei schließlich durch die Beschilderung, die das Ende der 30er-Zone markiert, ersetzt worden.

Für Ernst-August Johanningmeier, Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim stellt sich die Vorfahrtsregelung an der Sögeler Kreuzung klar dar: Wer mit seinem Fahrzeug aus der Clemens-August-Straße kommt, muss den Fahrern auf der Sigiltrastraße Vorfahrt gewähren. Der Grund: Am Ende der 30er-Zone befindet sich ein abgesenkter Bordstein. Somit ist die Clemens-August-Straße der Sigiltrastraße in Sachen Vorfahrt untergeordnet. Wer also die verkehrsberuhigte Zone in der Ortsmitte verlässt, muss den Fahrern, die von links oder rechts kommen, die Vorfahrt gewähren.

Dass die Kreuzung aufgrund der offensichtlichen Unsicherheit aber einen Unfallschwerpunkt darstellt, kann Johanningmeyer von der Polizei nicht bestätigen. Vor zwei Jahren sei es lediglich zu einem Auffahrunfall mit Blechschaden gekommen, weil ein Fahrer auf der Sigiltrastraße stark abbremste. Daneben gab es laut Johanningmeyer an dieser Stelle seit 2011 keine Unfälle.

Hinsichtlich der Beschilderung sehe die Gemeinde Sögel – die für die Aufstellung der Verkehrsschilder an Gemeindestraßen zuständig ist – deshalb keinen Handlungsbedarf, wie Kerssens sagt. Und auch die Verkehrssicherungskommission vom Landkreis, die bei Anträgen von Gemeinden auf neue Verkehrsschilder die Situation vor Ort prüft, stimmt dem zu. „Wir sind uns da einig“, sagt Johanningmeyer, der gleichzeitig Mitglied der Kommission ist. Insofern müsse einfach besser auf die Verkehrsregeln geachtet werden. Denn „Vorfahrt kann auch durch einen abgesenkten Bordstein geregelt werden“, sagt er.


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