„Die blaue Spur“ Anne Flock liest in Sögel aus ihrem Buch

Von Uwe Göbel

Autorin Anne Flock (links) zusammen mit Ursula Hensel (künstlerische Leitung). Foto: Uwe GöbelAutorin Anne Flock (links) zusammen mit Ursula Hensel (künstlerische Leitung). Foto: Uwe Göbel

Sögel. Der Heimatverein und die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland (KFD) Sögel hatten zur Lesung geladen, und gut 70 Zuhörer kamen. Wilhelm Masbaum (Heimatverein) und Irmgard Schlangen-Otten (KFD) begrüßten die Gäste und die Hauptakteurin des Abends, die Autorin Anne Flock, im Heimathaus.

Flock ist gebürtige Emsländerin, lebt seit 1992 in Erkrath, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. 1957 in Sögel geboren, erzählt sie ihre bewegende Lebensgeschichte.

In Sögel verbringt Anne Flock die ersten Lebensjahre. Ihre Mutter durchlebt die Schrecken des Zweiten Weltkriegs mit Vergewaltigung, Brutalität und Trennung. Mit dem jüngeren Bruder ziehen sie nach Köln, wo die Mutter die beiden tagelang allein in der Wohnung lässt. Nur durch einen Zufall werden die Kinder dort gefunden und kommen in ein Heim.

Als Anne vier Jahre alt ist, werden sie und ihr jüngerer Bruder vom Cousin der Mutter adoptiert und wachsen in Papenburg auf. Ihre zwei älteren Brüder bleiben im Heim. Mit Entsetzen stellt das Mädchen fest, dass die Erinnerung an die leiblichen Eltern verschwindet. Als die junge Frau erfährt, dass sie adoptiert ist, beginnen ihre Nachforschungen.

Am Buch „ Die blaue Spur“ schrieb die Autorin zehn Jahre. Es folgten „ Suchlauf“, „ In Deinem Blute“ und „Die Eisheiligen“.