Training der Feuerwehren Einsatz mit Atemschutz in Sögel geübt

Von Lambert Brand


Sögel. Einen ganzen Nachmittag haben sich die Atemschutzgeräteträger (AGT) der Wehren in der Samtgemeinde Sögel und die Ausbilder Zeit genommen, um intensiv für den Ernstfall zu trainieren. „Ein lohnender Nachmittag“, war das Fazit der Teilnehmer.

Im Feuerwehrhaus Sögel frischten die Feuerwehrleute aus Sögel, Börger, Spahnharrenstätte, Werpeloh und Klein Berßen zunächst das theoretische Wissen auf. Martin Kronabel (Börger) als Samtgemeindeatemschutzwart begrüßte die Teilnehmer und wies nochmals auf die Notwendigkeit hin, durch ständiges Trainieren fit zu bleiben für den Ernstfall. Er stellte die „Allgemeinen Grundsätze für den Atemschutzeinsatz“ vor.

Klare Vorschriften

Der Kreissicherheitsbeauftragte Markus Heller (Sögel) befasste sich in seiner Präsentation mit den Vorschriften für den sicheren Einsatz unter schwerem Atemschutz. Er betonte, dass sowohl die Einsatzleiter als auch die eingesetzten Trupps mit den Bestimmungen und Vorschriften vertraut sein müssten, um bei den vielfältigen Gefahren die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Neben der regelmäßig zu wiederholenden Ausbildung sei auch die Nutzung der kompletten persönlichen Schutzausrüstung (PSA) unumgänglich. Bei einer Filmvorführung wurde gezeigt, was passieren kann, wenn Vorschriften nicht eingehalten werden.

Spannend wurde es bei der dreiteiligen Stationsausbildung. Wie tausche ich eine Atemschutzflasche bei einem Feuerwehrmann aus, der im Einsatz einen Unfall hatte? Diese Frage beantworteten Martin Kronabel und Andreas Albers (Börger) anhand praktischer Beispiele. Dass dies geübt sein muss, wurde schnell deutlich.

Die Notwendigkeit der Atemschutzüberwachung wurde unter Federführung von Martin Pülsken und Martin Stüver (Spahnharrenstätte) demonstriert. Im Ernstfall darf ein Feuerwehrmann erst eingesetzt werden, nachdem er von einem Atemschutzüberwacher registriert wurde. Beide stehen anschließend in ständiger Kommunikation, wobei auch der Restdruck der Atemschutzflasche kontrolliert wird. In Notsituationen sorgt die Atemschutzüberwachung für Rettungsmaßnahmen.

Mit praktischen Übungen in einem verrauchten Raum gestaltete Stefan Jansen (Sögel) den dritten Übungsabschnitt. Die eingesetzten Atemschutzgeräteträger probten den sicheren Zugang zu „brennenden und verqualmten“ Einsatzstellen. Hier wurde wiederum ein Schwerpunkt auf die sichere Ausrüstung und Überwachung des Einsatzes gelegt. Dass eine Wärmebildkamera wertvolle Dienste leisten kann, wurde auch bei dieser Übung deutlich.

Bei der Abschlussbesprechung kam zum Ausdruck, dass sich die intensive Vorbereitungsarbeit der örtlichen Atemschutzgerätewarte gelohnt hatte. Die Teilnehmer waren mehr als zufrieden mit der Gestaltung des Übungsnachmittages.