Sicherung der Ärzteversorgung Stipendien für Mediziner in Sögel vergeben

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Auf dem Weg zu Medizinerinnen sind die aus Rumänien stammende Melinda Kertesz (vorne links) und Isabell Behnen aus Klein Berßen. Ihre Urkunden erhielten sie von Irmgard Welling und Günter Wigbers. Foto: Samtgemeinde SögelAuf dem Weg zu Medizinerinnen sind die aus Rumänien stammende Melinda Kertesz (vorne links) und Isabell Behnen aus Klein Berßen. Ihre Urkunden erhielten sie von Irmgard Welling und Günter Wigbers. Foto: Samtgemeinde Sögel

Sögel. Die Gemeinde und die Samtgemeinde (SG) Sögel haben zwei weitere Medizinstipendien vergeben. Damit erhalten mittlerweile vier angehende Mediziner aus der SG Sögel eine finanzielle Unterstützung auf ihrem Weg zum Arztberuf.

Den Beschluss über die Vergabe von Stipendien an Medizinstudenten hatten die Räte der Kommunen im Frühjahr auf den Weg gebracht, um einer Versorgungslücke vorzubeugen und die medizinische Ausbildung junger Menschen aus der SG Sögel zu unterstützen.

Nachdem Christina Niermann aus Sögel und Markus Klaß aus Börger bereits seit Mai monatlich 350 Euro zur Finanzierung ihres Medizinstudiums erhalten, unterstützen die Kommunen nun auch die 25-jährige Melinda Kertesz, die ihre Studienzeit bereits erfolgreich hinter sich hat und in Kürze eine Facharztausbildung zur Allgemeinmedizinerin am Hümmling-Hospital Sögel startet. Kertesz stammt aus Rumänien, wo sie auch ihr Studium absolviert hat. Mit Unterstützung der SG durchläuft sie gegenwärtig das Approbationsverfahren und hospitiert seit Anfang September am Hümmling-Hospital. Ihr Wunsch ist es, künftig als Fachärztin für Allgemeinmedizin in Sögel tätig zu sein und aufgrund ihrer Sprachkenntnisse besonders für die ausländischen Bürger zur Verfügung zu stehen.

Direkt vom Sögeler Rathaus ging es für Isabell Behnen zum Flughafen, um nach Rumänien zu fliegen. Die 18-jährige Abiturientin will dem Beispiel ihrer Mutter Elisabeth Behnen folgen, die als Hausärztin in Klein Berßen praktiziert. Trotz bester Abiturnoten hat Isabell Behnen keinen Studienplatz in Deutschland bekommen. Als Alternative wählte sie den Weg zur Universität im rumänischen Cluj, wo auch die erste Sögeler Stipendiatin Christina Niermann bereits im elften Semester Medizin studiert. Markus Klaß aus Börger ist derweil an der Universität in Bochum auf dem Weg zum Mediziner.

SG-Bürgermeister Günter Wigbers machte während der Übergabe der Stipendiatsurkunden deutlich, dass die Altersstruktur der in der Region tätigen Allgemeinmediziner und der zu erwartende Hausärztemangel ein Handeln erforderten. Die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung sei zwar Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung, aber eben auch „ein elementar wichtiges Anliegen der Bürger unserer Gemeinden hier vor Ort. Wenn wir wissen, dass wir in ein Problem hineinlaufen, müssen wir auch selbst aktiv werden und gegensteuern.“ Einer von mehreren Bausteinen sei die Nachwuchsförderung durch Stipendien.

Bürgermeisterin Irmgard Welling unterstrich, dass es in Sögel gelungen sei, Standort der ersten niedersächsischen Sicherstellungspraxis zu werden, die seit einigen Monaten von dem aus Gescher stammenden Dr. Niels-Christian Höllger geführt werde. Der 35-Jährige zieht am 1. Oktober in das Ärztehaus am Amtsbrunnen.

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