Julian ist ein Jubiläumskind 300er-Marke in Sögeler Klinik früh geknackt

Von Juliane Horn

Wieder Eltern geworden: Evgenij und Lena Becker haben das 300. Kind des Jahres in Sögel bekommen. Foto: Juliane HornWieder Eltern geworden: Evgenij und Lena Becker haben das 300. Kind des Jahres in Sögel bekommen. Foto: Juliane Horn

Sögel. Ein bisschen stolz ist Lena Becker noch immer. Mit ihrem zweiten Sohn Julian hat sie am 30. August das 300. Baby im Hümmling-Hospital in Sögel in diesem Jahr zur Welt gebracht. Damit gerechnet hat die Mutter aber nicht, wie sie selbst sagt: „Ich wusste nicht einmal, dass die Kinder überhaupt gezählt werden.“ Mittlerweile ist im Hause der Familie Becker wieder Ruhe eingekehrt. Denn nach der Geburt war Mutter Lena erst knapp zwei Wochen krank, und schließlich stand die Einschulung von Sohn Waldemar an. „Jetzt können wir erst einmal durchschnaufen“, sind sich Evgenij und Lena Becker einig.

Mit Julian kam das 300. Baby in Sögel in diesem Jahr laut dem Krankenhaus sogar früher als erwartet. 2013 war es erst am 11. Oktober so weit. Frauenarzt Ben van der Weide machte das optimistisch, dass in diesem Jahr insgesamt mehr als 400 Kinder in Sögel geboren werden. Das würde auch dem Durchschnitt entsprechen, teilte die Sprecherin des Krankenhauses, Katja Köß, auf Anfrage mit. Demnach sind vor zwei Jahren 405 Kinder und im vergangenen Jahr 387 Babys im Hümmling-Hospital zur Welt gekommen.

Zum Vergleich: Im Marienhospital in Papenburg kamen im Jahr 2013 insgesamt 581 Kinder zur Welt. In diesem Jahr ist sogar die 400er-Marke bereits geknackt. Das 300. Baby hat schon am 14. Juli das Licht der Welt erblickt, wie die leitende Hebamme, Hella Siemer, sagte. In diesem Jahr sei sie guter Dinge, dass die Geburtenzahl in den verbleibenden drei Monaten noch ein ganzes Stück steige.

Nicht alles verlernt

Für Lena Becker ist es im Moment noch etwas ungewohnt, nach acht Jahren wieder ein kleines Kind im Haus zu haben. „Aber ich habe nicht alles verlernt“, sagt die Mutter stolz. Die beiden Männer sind da noch vorsichtiger. Selbst Vater Evgenij habe noch ein bisschen Angst, den Neugeborenen zu halten, berichtete er. Und auch bei dem siebenjährigen Bruder Waldemar schaut Lena Becker ganz genau hin, dass er nichts falsch macht, wenn er am Bett des Babys steht.

Im Moment sind die Eltern nach eigenen Angaben aber sehr zufrieden. Denn Julian sei ein Kind, das wenig schreie. Anfangs hätten sie zwar gehofft, dass es ein Mädchen wird, aber jetzt freuen sie sich genauso auch über einen Jungen. Julians Bett soll zunächst noch im Schlafzimmer der Eltern stehen bleiben. Aber früher oder später wollen die zweifachen Eltern in der oberen Etage ihres Hauses ein Kinderzimmer für ihn ausbauen.