Hausnummern werden geändert Neue Parkplätze im Sögeler Ortskern beschlossen

Mit Blumen begrüßte Irmgard Welling Hans Nowak (links) und Günter Wigbers im alten Amt. Foto: Dirk HellmersMit Blumen begrüßte Irmgard Welling Hans Nowak (links) und Günter Wigbers im alten Amt. Foto: Dirk Hellmers

Sögel. Die Hausnummern in Sögels Mühlenstraße sowie Parkplätze auf dem neuen Marktplatz im Ortszentrum haben im Rat der Gemeinde zu Unstimmigkeiten geführt.

Sobald der fünfte Bauabschnitt der Ortskernsanierung fertiggestellt sei, so erläuterte Gemeindedirektor Günter Wigbers, gebe es vor der Sparkasse nach derzeitigen Planungen keine Parkplätze. Davon hätte die Sparkasse aber gerne drei vor ihrer Tür – einen als Behindertenparkplatz. Wigbers bat um die Stimmen, da es „ein gegenseitiges Geben und Nehmen“ sei, denn die Gemeinde wird ihrerseits Teile des Sparkassengrundstücks nutzen: zum Beispiel für den barrierefreien Zugang zur St.-Jakobus-Kirche. Von den drei Plätzen vor der Sparkasse würden dann insbesondere Personen profitieren, die den längeren Fußweg zum regulären Parkplatz nur schwer zurücklegen könnten.

SPD-Ratsherr Ralf Schröder sah in dem Vorschlag einen Widerspruch zu dem Konzept des neu geschaffenen Platzes, das viele freie Flächen vorsehe. Dem stimmte Fraktionskollege Anno Immenga (SPD) zu. Er befürchtet, dass die drei Parkplätze dort ein „Wild-West-Parken“ fördern könnten. Durch die Plätze könnten Autofahrer angeregt werden, ihr Fahrzeug im Umfeld ebenfalls abzustellen. Trotz dieser Bedenken wurde der Beschluss mit 13 zu 8 Stimmen gefasst.

Darüber hinaus hat der Gemeinderat beschlossen, die Häuser im vorderen Bereich der Mühlenstraße sowie in der neuen Schlossallee umzunummerieren. Begründet wurde der Schritt in der Beschlussvorlage damit, dass so die Beschriftungen nachvollziehbarer würden. Das erleichtere die Orientierung vor Ort. In diesem Zusammenhang wird es in der Clemens-August-Straße beispielsweise die Nummern 1 bis 4 nicht mehr geben, um die bestehende Nummerierung im weiteren Verlauf der Straße nicht ändern zu müssen, wie es in der Vorlage heißt.

Gegen den Vorschlag hatte sich Frank Klaß (parteilos) ausgesprochen, der darin einen großen Einschnitt für die Anwohner sieht. Er wünschte sich deshalb im Vorfeld ein Treffen mit den Anwohnern. Dies geschehe vor der Umsetzung der Maßnahme ohnehin, erklärte Bürgermeisterin Irmgard Welling darauf. Der Beschluss wurde mit sechs Gegenstimmen und einer Enthaltung gefasst.

Einstimmig haben die Ratsmitglieder hingegen die Amtszeiten von Gemeindedirektor Günter Wigbers und seinem Stellvertreter Hans Nowak verlängert – bis zum 31. Oktober 2016.