Vernetzung mit Europabüro Neues Programm der VHS in Sögel vorgestellt Stärkere

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Das neue VHS-Programm präsentieren (von links) Hans Nowak, Natascha Hartleif, Eva Schröder (Zweigstellenleiterin Sögel), Gerd Schade und Günther Wigbers. Foto: J.-H. KuntzeDas neue VHS-Programm präsentieren (von links) Hans Nowak, Natascha Hartleif, Eva Schröder (Zweigstellenleiterin Sögel), Gerd Schade und Günther Wigbers. Foto: J.-H. Kuntze

Sögel. Die Volkshochschule Papenburg (VHS) hat ihr neues Programm für die Zweigstellen im Rathaus Sögel vorgestellt. Zusätzlich wurde eine engere Vernetzung der VHS mit dem Kolping Europabüro bezüglich von Sprachförderprogrammen für Migranten auf den Weg gebracht.

Der für alle Zweigstellen zuständige Fachbereichsleiter Hermann Schade maß den sechs Nebenstellen in Dörpen, Lathen, Esterwegen, Rhede, Sögel und Werlte große Bedeutung zu: „Sie machen ungefähr ein Drittel unserer Kurse und unserer Arbeit aus.“ Wichtig sei, dass durch die Außenstellen ein Angebot direkt vor Ort geschaffen werde. Deshalb sprach Schade allen Zweigstellenleitungen seinen Dank für die „mehr oder weniger ehrenamtliche Arbeit“ aus.

Einziges Sorgenkind sei weiterhin die Zweigstelle Lathen. Dort ist die Leitungsposition seit nunmehr zwei Jahren unbesetzt. Dies habe mittlerweile auch Konsequenzen: „Wir spüren langsam, dass die VHS dort nicht mehr präsent ist“, so Schade. Lobend äußerte er sich aber über die Unterstützung aller Gemeinden, die öffentliche Räume kostenfrei zur Verfügung stellten.

Der Bürgermeister der Samtgemeinde Sögel, Günter Wigbers, sowie Hans Nowak, Erster Sögeler Samtgemeinderat, regten eine stärkere Vernetzung der VHS-Angebote mit dem Kolping-Europabüro an, welches als Anlaufstelle für Migranten fungiert. Gerade im Hinblick auf die Werkvertragsarbeiter einiger Unternehmen seien bessere Kenntnisse der deutschen Sprache wünschenswert. Nowak: „Die Firmen haben nicht unbedingt ein hohes Interesse daran, dass ihre Werkvertragsarbeiter die Sprache besser sprechen. Wir aber schon.“

Integrationskurse

Schade sowie die neue Geschäftsführerin der VHS, Natascha Hartleif, nahmen diese Anregung gerne auf. Schließlich seien Integrationskurse mittlerweile ein „großer Schwerpunkt“ der Arbeit der VHS, so Hartleif. Laut Schade haben Sprach- und Integrationskurse nur regen Zulauf, wenn die Angebote von „Mund zu Mund“ weitergetragen würden.

Zudem fällt Schade auf, dass immer mehr Menschen aus den Niederlanden Kurse der VHS belegen, gerade in den grenznahen Gemeinden. „Wir stellen fest, dass Grenzen immer weniger wichtig werden“, so Schade mit Blick auf die Anmeldungen für die Kurse. Vorteil der VHS sei, dass sie günstiger anbieten könne, als dies auf niederländischer Seite der Fall sei.

Im kommenden Semester wird die VHS in Dörpen erstmals wieder einen Stenografiekurs anbieten. Auch Französisch wird im Angebot sein, wenngleich die Sprache mehr und mehr zu den selten unterrichteten gehöre, so Schade. In Lathen zählen Wassergymnastikkurse zu den Höhepunkten, in Rhede ist traditionell der Niederländischkurs gefragt. In Sögel kann wieder ein Englischkurs angeboten werden. In Werlte gibt es die Gelegenheit, einen Motorsägenschein zu machen, um zum Beispiel Feuerholz in Wäldern schneiden zu dürfen.


Ansprechpartner bei der Volkshochschule Papenburg

Hans-Georg Elixmann (Dörpen, Tel. 04963/395); Hermann Schade (Lathen, Tel. 04961/922334), Tanja Holstein (Esterwegen, Tel. 05955/902139), Ehepaar Vooren (Rhede, Tel. 04964/285), Ehepaar Schröder (Sögel, Tel. 05952/9419735), Berna Wichmann (Werlte, Tel. 05951/9880414)

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