Spendentransporte des DRK Hilfe vom Hümmling für Menschen in Siebenbürgen

Von Helmut Diers

Meine Nachrichten

Um das Thema Sögel Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Sögel. „Was du anderen tust, bestimmt den Wert deines Lebens.“ Dieser Spruch begleitet die Rotkreuzler Monika Spille aus Sögel und Hans-Gerd Colmer aus Werlte, die in 23 Jahren den insgesamt 25. Hilfsgütertransport nach Siebenbürgen in Rumänien durchführten, gemeinsam mit weiteren Rotkreuzlern aus Winsen, Gifhorn, Hannover und Salzgitter.

Gefragt nach ihren Motiven für diese schon lang andauernde humanitäre Hilfe, antworten die beide übereinstimmend: „Unerwartete Hilfe macht Menschen wieder etwas Mut, helfen macht uns Freude, und das Wohl unverschuldet in Not geratener Menschen liegt uns am Herzen.“ Waren es anfangs überwiegend Grundnahrungsmittel, Medikamente, Krankenhausbedarf und Bekleidung, so werden seit einigen Jahren vorwiegend Bekleidung, Hilfsmittel für Behinderte, Verbandmaterial und Spielsachen zu den Bedürftigen gebracht.

Die Spenden werden direkt an die Bevölkerung wie zum Beispiel in einem Bergdorf und Einrichtungen sowie ein Teil der Hilfsgüter auch in Zusammenarbeit mit dem Rumänischen Roten Kreuz vor Ort verteilt. „Eure Hilfe ist geprägt durch viel Liebe, Menschlichkeit und Herzlichkeit“, lobte beim 25. Transport ein Priester der griechisch-orthodoxen Kirche in der Kleinstadt Gherla. Dort richten die Rotkreuzler Jahr für Jahr ihren Standort ein.

Der Priester ist in Gherla die Vertrauensperson für rund 150 Roma, die in armeseligen Behausungen leben und denen es an allem Lebensnotwendigen, vor allem aber an Winterkleidung, fehlt. „Sehr dringend wird diese Bekleidung benötigt. Bei den Wintertemperaturen dort und bei Regen laufen viele Kinder barfuß oder in offenen Sandalen herum“, wissen die Sögeler und Werlter Rotkreuzhelfer zu berichten.

Noch schlimmer sehe es jedoch auf der Müllkippe Pata Rat in der Provinzhauptstadt Cluj (früher Klausenburg) aus. Dort lebten etwa 1500 Roma in selbst gebauten Hütten ohne Strom und fließend warmem und kaltem Wasser. Die Hütten aus Brettern, Plastikplanen und Wellblech seien mitten auf der Müllkippe errichtet worden, berichtetn die DRK-Helfer. Vor Ort kümmere sich Ioana Micu von einer privaten Hilfsorganisation in Zusammenarbeit mit United Nations Developement Projekt (UNDP-Entwicklungsprojekte), einer Unterorganisation der UNO, um die Betreuung der vielen Kinder. Ioana habe sich sehr über die viele Bekleidung, Schuhe, Spielsachen, Malbücher und Stifte gefreut, hieß es weiter.

Groß sei auch wieder einmal die Freude in „unserem Altenheim Luna de Jos“ gewesen, in dem Spille und Colmer 1990 „so schreckliche Verhältnisse vorgefunden“ haben, dass sie die Eindrücke von damals trotz erheblicher Besserung in dem Heim bis heute nicht vergessen können. Wie schon in den letzten zehn Jahren habe man in Gherla auch Hilfsgüter für eine Schwerstbehinderteneinrichtung in Constanta am Schwarzen Meer (Entfernung 800 Kilometer) abgeben können. Die Einrichtung erfährt nur ganz geringe staatliche Hilfe.

Große Dankbarkeit schlägt den Rotkreuzlern aus Niedersachsen auch in dem kleinen Bergdorf Mintiu Gherlü in der Nähe Gherla entgegen. Bekleidung, Schuhe, Spielsachen und Bettwäsche finden hier reißenden Absatz. Da die Hilfe aus Sögel und Werlte immer nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, organisiert die Teamleitung um Monika Spille und Hans-Gerd Colmer auch in diesem Jahr einen Transport nach Siebenbürgen. Ab sofort werden deshalb wieder Spenden angenommen. Dabei sind Geldspenden sehr willkommen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN