SG steckt weitere Flächen ab Sögel: 18 Klagen von Windrad-Investoren

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<em>Flächen für weitere Windräder</em> hat die Samtgemeinde Sögel in ihrer Stellungsnahme zum Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises Emsland ins Spiel gebracht. Foto: Archiv/dpaFlächen für weitere Windräder hat die Samtgemeinde Sögel in ihrer Stellungsnahme zum Regionalen Raumordnungsprogramm des Landkreises Emsland ins Spiel gebracht. Foto: Archiv/dpa

Sögel. Investoren aus der Windenergiebranche machen Druck: Die Samtgemeinde (SG) Sögel verzeichnet 18 Klagen von potenziellen Betreibern, die im Gebiet der Kommune Rotoren zur Stromerzeugung errichten wollen.

Die Gerichtsverfahren, die angestrengt wurden, richten sich nach Darstellung von SG-Bürgermeister Günter Wigbers zum Teil gegen den Flächennutzungsplan der Samtgemeinde sowie auf der anderen Seite gegen das Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) des Landkreises Emsland. Der Kreis hatte kürzlich eine Niederlage vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg bezüglich seiner Maßgaben im Raumordnungsprogramm 2010 zur Errichtung von Windenergieanlagen hinnehmen müssen.

Der Richterspruch, den ein Unternehmen der Windenergiebranche herbeigeführt hatte, eröffnete den kreisangehörigen Kommunen mehr Gestaltungsspielraum bei der Planung von Windparks. Vor diesem Hintergrund legte der Kreis eine Fortschreibung des Raumordnungsprogramms im Teilbereich „Energie“ auf und rief die Kommunen zu entsprechenden Stellungnahmen auf. Danach meldeten bereits unter anderem die Samtgemeinden Nordhümmling und Werlte zusätzliche Standorte für Windräder an.

Gleichfalls sieht die Samtgemeinde Sögel, basierend auf ihrer Potenzialflächenstudie aus dem Jahr 2007, zusätzliche Chancen zur Errichtung von Windenergieanlagen. Im Einzelnen ergeben sich nach einer Ausarbeitung der SG-Verwaltung weitere Standorte in den Mitgliedsgemeinden Börger, Groß Berßen, Hüven, Sögel und Spahnharrenstätte. Entsprechende Hinweise brachte der Samtgemeinderat denn auch in Richtung Landkreis auf den Weg.

Zudem empfahl der SG-Rat dem Kreis Emsland eine Reihe von Neufassungen bei den Parametern zur Genehmigung von Windkraftanlagen. Danach solle der Abstand von Rotoren zu einer Wohnbebauung (auch zu einer Einzelansiedelung) grundsätzlich einen Kilometer betragen. Indessen sei eine Abstandsregelung zu Waldflächen entbehrlich. Darüber hinaus sollten in der Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogramms die bisherige Mindestgröße für einen Windpark (35 Hektar) sowie der geforderte Abstand zwischen zwei Windparks (fünf Kilometer) entfallen.


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