zuletzt aktualisiert vor

Schloss Clemenswerth zeigt neue Ausstellung Sögel: Vernissage mit Spaßfaktor

Von Lambert Brand

Gruppenbild mit Fotografin: Spaßvogel und Mitorganisatorin der Ausstellung „Rocaille Fauxpas“ Carmen Oberst (vorn) zusammen mit Ted Green, Museumsdirektor Oliver Fok, Karin Keller, Monika Lutz und Susanne Bürger (von links) bei der Ausstellungseröffnung. Foto: brGruppenbild mit Fotografin: Spaßvogel und Mitorganisatorin der Ausstellung „Rocaille Fauxpas“ Carmen Oberst (vorn) zusammen mit Ted Green, Museumsdirektor Oliver Fok, Karin Keller, Monika Lutz und Susanne Bürger (von links) bei der Ausstellungseröffnung. Foto: br

br Sögel. Im Emslandmuseum Schloss Clemenswerth ist eine neue Ausstellung eröffnet worden. Sie trägt den zunächst einmal erklärungsbedürftigen Titel „Rocaille Fauxpas“ und ist in Kooperation mit dem Künstlerverband „Photo.Kunst. Raum“ Hamburg entstanden.

Dass die Vernissage einen gewissen Spaßfaktor beinhaltete, war der Fotokünstlerin und Mitorganisatorin Carmen Oberst zu verdanken. Selbst während der Aufstellung zum Pressebild ließ sie nicht die Finger vom Kameraauslöser und sorgte mit ihrer Kopfbedeckung für schmunzelnde Gesichter. Einen eher klassisch musikalischen Rahmen gaben Sabine Kluge (Violine) und Felix Janssen (Klavier) der Veranstaltung.

Museumsdirektor Oliver Fok wies in seiner Einführung in die Ausstellung darauf hin, dass der Begriff Rocaille für Dekorations- und Ornamentmotive des Rokokos stehe, in dem das Muschelmotiv prägend sei. Charakteristisch für die Rocaille sei, dass sie Kunst- und Naturformen spielerisch zu einem Ornament vereine. Da das Schloss Clemenswerth dafür viele Beispiele liefere, sei es als Ausstellungsort prädestiniert.

Der französische Begriff Fauxpas bezeichne einen Fehltritt. Der Begriff Barock, abgeleitet vom portugiesischen „Barocco“ (unregelmäßig geformte Perle), galt lange Zeit als „Fauxpas“, da seine Kunstform bis Mitte des 19. Jahrhunderts als minderwertig galt.

Die Ausstellung auf Clemenswerth sei als eine Gesamtinstallation zu verstehen, in der den Besuchern ein visuelles Raumensemble geboten werde. Susanne Bürger, Ted Green, Karin Keller und Monika Lutz hätten sich mit Carmen Oberst zusammengefunden, um sich künstlerisch mit der Schlossanlage auseinanderzusetzen, um dabei einen Dialog zwischen Barock und Rokoko und dem Heute aufzubauen. Dabei hätten sie sich von der Ornamentik und den Keramiken auf Clemenswerth inspirieren lassen. Jeder Künstler sei dabei einen eigenen Weg gegangen.

Carmen Oberst hat sich dabei nicht nur fototechnisch mit den Schönheiten des Schlossinventars auseinandergesetzt, sondern auch noch den mit Musik von Wittwulf Y Malik untermalten Experimentierfilm „FederGeflüster“ entstehen lassen. Die mit Mitteln der Sparkassenstiftung und der EWE-Stiftung finanzierte Ausstellung „Rocaille Fauxpas“ ist bis zum 28. August zu sehen.

Öffnungszeiten: täglich (außer montags) von 10 bis 18 Uhr; Kontakt: Telefon 05952/932325, E-Mail: schloss@clemenswerth.de; Internet: www.clemenswerth.de