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Lieber mittendrin Zu Besuch beim Wonneproppen des Monats März: Franz Oldiges aus Hüven

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Siegertyp mit Eltern: Franz Oldiges ist unser Emsland-Wonneproppen des Monats März. Der Junge lebt mit Mutter Iris und Vater Hermann in Hüven. Foto: Gerd SchadeSiegertyp mit Eltern: Franz Oldiges ist unser Emsland-Wonneproppen des Monats März. Der Junge lebt mit Mutter Iris und Vater Hermann in Hüven. Foto: Gerd Schade

gs Hüven. Die grüne Strickjacke passt ihm noch immer. Dabei ist Franz Oldiges aus Hüven, unser Emsland-Wonneproppen des Monats März, inzwischen vier Monate alt. Seine Mutter Iris, im Übrigen Hebamme von Beruf, ist fest davon überzeugt, dass die Jacke zumindest ein kleiner Schlüssel zum Wahlerfolg gewesen ist.

Franz war mit dem Kleidungsstück zur Abstimmung angetreten – und hat eine kleine Tradition fortgesetzt. Denn wie seine Vorgänger Leona Faske aus Schöninghsdorf (Januar) und Februar-Siegerin Nele Einhaus aus Niederlangen war auch Franz nicht als Favorit in die Endrunde eingezogen. Und doch waren Iris und Hermann Oldiges natürlich überrascht, als sie vom Sieg ihres Sohnes erfuhren. Ihr Erstgeborener hatte mit 39 Prozent der Stimmen für alle sechs Finalisten den Titel gewonnen. Wer für Franz gestimmt hat, weiß Familie Oldiges nicht. Allerdings sei die Wahl durchaus ein Thema im Verwandten- und Freundeskreis gewesen. Fest steht außerdem, dass die Taufe von Franz zufälligerweise in die Tage der Abstimmung fiel…

Die Preisübergabe durch EZ-Redakteur Gerd Schade, der im Namen des Medienhauses Neue OZ eine Kuscheldecke, eine Trinkflasche und einen Buchgutschein überreicht, beobachtet Franz aus der sicheren Umgebung seines Kinderwagens heraus. Der Junge ist ein aufgewecktes Kerlchen und zweifellos gerne mitten im Geschehen. „Am liebsten liegt er im Laufstall in der Küche“, sagt Iris Oldiges. Nachts gönnt Franz seinen Eltern indes bereits wieder mehr Ruhe. „Er schläft weitgehend durch“, berichtet Hermann Oldiges.

Der Junge hatte am 21. März um 8.27 Uhr im Marienkrankenhaus in Papenburg das Licht der Welt erblickt. Er war damals exakt einen halben Meter groß und wog 3400 Gramm.

Was für ein Gefühl es ist, gewissermaßen an seinem Arbeitsplatz ein eigenes Kind zu bekommen? Das zu beschreiben ist offenbar gar nicht so einfach. Iris Oldiges spricht von einem „Selbsterfahrungstrip“. Aber ob Hebamme oder nicht: „Am Ende hat man die gleichen Sorgen und Nöte wie alle anderen Mütter auch. Die emotionale Ebene ist dieselbe. Man ist einfach nur Mutter.“ Oldiges verfügt über knapp 20 Jahre Berufserfahrung. Wie vielen Babys sie in dieser Zeit auf die Welt geholfen hat, hat sie nicht gezählt.

Vater Hermann war bei der Geburt seines Sohnes dabei. Wie er berichtet, hätte gar nicht viel gefehlt, und Franz hätte nicht Franz, sondern Lutz geheißen. „Wir wollten auf jeden Fall einen kurzen, alten Namen“, erklärt der Tischlermeister, der als Fachpraxislehrer an den Berufsbildenden Schulen in Meppen tätig ist. „Wir wussten bis zum Schluss nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Bei den Jungennamen kamen bis zuletzt Franz oder Lutz infrage.“ Die endgültige Entscheidung sei schließlich erst unmittelbar nach der Geburt gefallen.

So oder so freuen sich die Eltern nicht nur über ihren Sprössling, sondern die Großeltern über ein spätes Enkelkind. Franz ist in dieser Beziehung ein Nachzügler. Die meisten seiner Vettern und Cousinen sind ein ganzes Stück älter als er.

Die heiß geliebte grüne Strickjacke ist ein Geschenk von Iris Oldiges’ Hebammenkollegin Hildegard Peuler. Dazu gehörte auch eine Hose. Die passt Franz im Gegensatz zur Jacke nach vier Monaten allerdings nicht mehr.


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