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Sögel: A+W-Geschäftsführer Richard Pomberg in den Ruhestand verabschiedet „Anwalt für Menschen, die es schwer haben“

Von Andrea Bürsken

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Dankesworte richteten zahlreiche Redner an Richard Pomberg (links), hier mit seiner Ehefrau Monika, für sein fast drei Jahrzehnte langes Wirken als Geschäftsführer des Bildungszentrums A+W in Sögel. Foto: Otto BüningDankesworte richteten zahlreiche Redner an Richard Pomberg (links), hier mit seiner Ehefrau Monika, für sein fast drei Jahrzehnte langes Wirken als Geschäftsführer des Bildungszentrums A+W in Sögel. Foto: Otto Büning

bü Sögel. Nach fast 27-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer des Bildungszentrums Arbeit und Weiterbildung (A+W) ist am Dienstag Richard Pomberg im Rahmen einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet worden. „Klar war immer: Richard Pomberg ist Anwalt für die Menschen, die es schwer haben, auf unserem Arbeitsmarkt ihren Platz zu finden und zu gestalten“, bilanzierte Generalvikar Theo Paul bei einem Wortgottesdienst in Sögel.

Pomberg gilt als Gründungsvater von A+W. In seiner Tätigkeit als Referent in der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth hatte er Anfang der 1980er-Jahre berufliche Bildungsmaßnahmen für Jugendliche initiiert. Hieraus resultierte das heutige Bildungszentrum, das in Trägerschaft des Vereins Sozialwerk der KAB/CAJ im Bistum Osnabrück steht. Pombergs Nachfolge treten Renate Prütz und Mechthild Hinrichs als gleichberechtigte Geschäftsführerinnen an.

Theo Paul betonte in seinen Predigtgedanken die christlichen Wurzeln Pombergs und zog Parallelen zu den Worten Jesu Christi. Dieser habe sich den hilfsbedürftigen Menschen zugewandt. „In einer heutigen Zeit der Hektik und der Institutionalisierungen stellt die konkrete Hilfe von A+W einen Ausgangspunkt dar.“ Pomberg verkörpere eine Kirche, die mit den Menschen und für sie da sein wolle. Das Anliegen des Geschäftsführers und seiner Mitarbeiter sei es immer gewesen, nicht auszugrenzen, sondern bei den Betroffenen die Motivation zu stärken und die eigenen Fähigkeiten sowie den eigenen Willen zur Entfaltung zu bringen.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Leer, Christiane Fern, erinnerte auch an die Höhen und Tiefen, durch die das Bildungszentrum in seiner Geschichte immer wieder habe gehen müssen. Die Erfolge der Einrichtung seien unbestritten. „Darauf können sie stolz sein“, lobte sie Pomberg.

Landkreis-Dezernent Martin Gerenkamp verglich diese Resultate mit „herausragenden Kirchturmspitzen.“Pomberg habe es immer wieder verstanden, Wege der Veränderung mitzugehen und A+W so zukunftsfähig zu machen. Die Einrichtung stelle heutzutage eine der erfolgreichsten Bildungsträger im Landkreis Emsland dar. „Sie können als starker, zufriedener Kapitän die Brücke verlassen, das Schiff bleibt auf Kurs“, so Gerenkamp.

Grüße überbrachten ferner die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, Caritas-Direktor Franz Loth, die Landtagsabgeordnete Karin Stief-Kreihe (SPD), Bürgermeister Heiner Wellenbrock, Andreas Luttmer-Bensmann als Vorsitzender des Trägervereins sowie die Mitarbeiterschaft.

„Ich bin stolz auf dieses Bildungszentrum und Sozialwerk, das es als ein regionales Bildungsunternehmen nur so im Emsland gibt“, sagte Pomberg in seinen Dankesworten. Arbeit und Bildung seien die wichtigsten Integrationsinstrumente einer Gesellschaft. A+W könne hier eine Erfolgsquote von fast 70 Prozent vorweisen. Er selbst wolle sich in seinem Ruhestand nun neun Monate Zeit geben, „um herauszufinden, was für mich dran ist.“


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