50 Jahre Mitglied im Sportverein Börgeraner ist der Hüter der Wertsachen

Von Nils Kögler

Wer seine Wertsachen in die Hände von Hans Gerdes gibt, der kann sich darauf verlassen, dass er gut darauf aufpasst. Foto: Nils KöglerWer seine Wertsachen in die Hände von Hans Gerdes gibt, der kann sich darauf verlassen, dass er gut darauf aufpasst. Foto: Nils Kögler
Nils Kröger

Börger. Seit fast 50 Jahren ist Hans „Hansi“ Gerdes Mitglied im Sportverein Börger. Vor allem als Hüter der Wertsachen erweist er dabei dem Verein seine Dienste.

Selber gespielt hat „Hansi“ zwar nie, dennoch ist er mit dem Fußball in Börger verwoben wie kaum ein anderer. Wann genau er seine Betreuertätigkeit angetreten ist, weiß er selbst nicht mehr so genau, doch der Blick auf die Mannschaftsfotos in der Chronik des Vereins verrät: Er ist schon Ewigkeiten dabei. 

EZ-Adventskalender öffnet Herzen

Der Advent ist die Zeit des Türenöffnens. Unsere Redaktion verzichtet in der Vorweihnachtszeit auf Türchen, nicht aber aufs Öffnen und auch nicht auf einen Kalender. Denn er ist etwas ganz Besonderes: Bis zum Heiligabend werden wir 24 Geschichten über Menschen veröffentlichen, die keine Türen, sondern Herzen öffnen. Menschen, die nicht meckern, sondern machen – und zwar ehrenamtlich.

Zunächst stellte er sicher, dass die Spieler der alten Herren ihre Wertsachen auch während der Spiele in sicheren Händen wussten. Seit circa 2005, so schätzt er, kann sich auch die Erste Herren des Vereins auf seine Dienste verlassen. Nachdem er eine Zeit lang parallel für beide Mannschaften tätig war, begleitet Gerdes die Erste Herren mittlerweile exklusiv. Zahlreiche Trainer kamen und gingen und auch die sportlichen Leistungen waren wechselhaft. Ob Aufstieg in die Kreisliga oder Abstiegskampf in der ersten Kreisklasse, „Hansi“ war immer an der Seitenlinie zu finden und kümmerte sich dort um die kleinen Dinge. 

Foto: Nils Kröger

 Er sei die gute Seele der Mannschaft, erklärt Martin Müller aus dem Vorstand des Vereins. Dabei stehe er „stellvertretend für die vielen am Rande des Spielfeldes“, die gerne vergessen würden, ohne die es aber nicht ginge, so Müller weiter. Gerdes selbst besticht vor allem durch Zuverlässigkeit. Kaum ein Spiel verpasse er, zudem sei er „immer sehr pünktlich da, meist schon eine halbe Stunde früher als die Spieler“, betont Müller. Wenn er dann doch mal im Urlaub sei und ein Spiel verpasse, werde das immer zwei bis drei Monate im Voraus angekündigt, lobt das Vorstandsmitglied.  

Kein Grund für Rücktritt

Pläne aufzuhören hat Gerdes nach eigenen Angaben noch nicht. „Ik mach et noch gerne doen“, sagt er. Solange es die Gesundheit zulasse, gebe es also keinen Grund an einen Rücktritt zu denken. Die Spieler der Ersten Herren in Börger brauchen sich also auch weiterhin keine Sorgen um ihre Wertsachen machen und können sich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren.


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