EU-Förderung für neues Wegenetz 422.000 Euro für den Naturpark Hümmling

Von pm

Der Naturpark Hümmling ist bald auf neuen Wegen zu entdecken. Foto: Naturpark Hümmling/Marcus GlogerDer Naturpark Hümmling ist bald auf neuen Wegen zu entdecken. Foto: Naturpark Hümmling/Marcus Gloger

Sögel. Auf neuen Wanderwegen und mit Hilfe des wegweisenden Knotenpunktsystems für Radfahrer können Urlauber und Ausflügler ab Mitte 2020 den Naturpark Hümmling erkunden. Diesen Ausbau ermöglichen EU-Mittel, die jetzt im Rahmen eines Kooperationsprojektes der Leader-Regionen Hümmling und Hasetal bewilligt wurden.

Insgesamt stehen 422.000 Euro für das Leuchtturm-Projekt zur Verfügung. Zum einen wird das Fahrrad-Knotenpunktsystem nach niederländischem Vorbild den kulturellen und natürlichen Reichtum der hügeligen Landschaft des Hümmlings erschließen. Darüber hinaus soll auch das gesamte emsländische Hasetal mit einem solchen Knotenpunktsystem ausgestattet werden. Das intuitiv verständliche System ermöglicht individuelle Routen, die sich spontan und flexibel planen lassen. Zudem lassen sich unterschiedliche Themenrouten ausweisen, ohne dass dafür eigens eine zusätzliche Beschilderung mit einzelnen Routenlogos nötig würde.

Bewährte Wegweisung

Diese Art der Wegweisung ist in Teilen des Emslandes bereits bekannt und bewährt: Im Internationalen Naturpark Moor nutzen seit der vergangenen Saison zahlreiche Radfahrer die neue Wegweisung beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze, heißt es in einer Pressemitteilung. Ab dem kommenden Jahr sind dann ganz unkompliziert im Naturpark Hümmling und dem Hasetal ausgedehnte Radtouren auch in die direkte Umgebung möglich.

Zum anderen macht der Naturpark Hümmling Wanderern künftig ein mindestens ebenso hochwertiges Angebot: Ebenfalls bis Mitte kommenden Jahres werden 14 regionale Wege beschildert, ertüchtigt und ausgestattet. „Dabei orientieren wir uns an den strengen Qualitätskriterien des Deutschen Wanderverbands“, so Hanna Brunsen, zuständige Projektmanagerin beim Naturpark Hümmling.

Tageswanderungen von bis zu 25 Kilometern 

In enger Abstimmung und Kooperation mit den Naturparkgemeinden entstanden konkrete Pläne für Wege mit Längen zwischen drei und 25 Kilometern. „Solche gut markierten kurzen Tageswanderungen, die bislang auf dem Hümmling fehlten, sind bei Wanderern besonders beliebt“, erläutert Hanna Brunsen. Deshalb seien sie eine wichtige Ergänzung zum sehr gut etablierten „Hümmlinger Pilgerweg“.

Die neuen Wege über den Hümmling verknüpfen landschaftliche und natürliche Besonderheiten des Naturparks, steuern zudem aber auch gezielt die reizvollen Orte und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Region an. So erkunden Wanderer bei Tagestouren künftig zum Beispiel den Wachholderhain Börger, Moor- und Heidelandschaften, urwüchsige Waldgebiete, Mühlen und Megalithgräber wie die an der „Hünengräberstraße des Hümmlings“ bei Groß Berßen. 

Informationstafeln geben vor Ort Auskunft über die jeweiligen Sehenswürdigkeiten und Streckenverläufe. Zudem wird es an besonders reizvollen Stellen Sitzbänke und Rastplätze geben, denn schließlich soll beim Naturerleben auf dem Hümmling die Erholung im Mittelpunkt stehen.


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