Zwei Männer ab Montag vor Gericht Tötungsversuch in Sögel aus Mordlust?

Mit einem Schlachtermesser soll einer der beiden Angeklagten mehrfach auf das Opfer eingestochen haben. Symbolfoto: imago stock&peopleMit einem Schlachtermesser soll einer der beiden Angeklagten mehrfach auf das Opfer eingestochen haben. Symbolfoto: imago stock&people

Sögel/Osnabrück. Ein halbes Jahr nach dem Angriff mit einem Schlachtermesser auf einen damals 30-Jährigen in Sögel müssen sich zwei 28 und 38 Jahre alte Männer ab Montag, 1. April 2019, vor dem Landgericht Osnabrück verantworten.

Die 6. Große Strafkammer verhandelt ab 9 Uhr gegen sie wegen versuchten Mordes „aus Mordlust“. Die Angeklagten sitzen derzeit in der Justizvollzugsanstalt Lingen ein. 

Die Männer sollen zusammen mit ihrem späteren Opfer am Abend des 3. Oktober 2018 in einer Wohnung in Sögel zunächst gemeinsam Alkohol getrunken haben. Als der 30-Jährige den Raum zwischenzeitlich kurz verließ, sollen die Angeklagten „aus Mordlust“ den Plan gefasst haben, den Mann zu töten. 

Der Anklage zufolge soll der 28-Jährige das Opfer nach dessen Rückkehr plötzlich festgehalten haben. Währenddessen soll der 38-Jähriger mit einem Schlachtermesser mehrfach auf den 30-Jährigen eingestochen haben. Das Opfer überlebte den Angriff trotz hohen Blutverlustes. Es war ihm gelungen, sich in einen Imbiss zu retten. Dort brach der Mann zusammen. Im Hümmling-Krankenhaus wurde er notoperiert. 

Für die Verhandlung, zu der unter anderem eine Dolmetscherin, zwei Sachverständige und neun Zeugen geladen sind, sind bis zum 17. Mai sechs Fortsetzungstermine anberaumt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN