66 Plätze im Ort Neues Baugebiet in Sögel wird noch in diesem Jahr erschlossen

Der Bau des neuen Kindergartens ist im Zeitplan. Die Uhlandstraße (links) soll als Erschließung für das neue Baugebiet dienen. Foto: Lambert BrandDer Bau des neuen Kindergartens ist im Zeitplan. Die Uhlandstraße (links) soll als Erschließung für das neue Baugebiet dienen. Foto: Lambert Brand

Sögel. Nun geht doch alles schneller als ursprünglich gedacht: Aufgrund der großen Nachfrage soll noch in diesem Jahr mit der vollen Erschließung des neuen Baugebiets nördlich des Toffehnsweg im Sögeler Ortskern begonnen werden.

Die Gemeinde hat das sieben Hektar große Grundstück an der Uhlandstraße gegen eine andere Fläche in der Gemeinde Surwold getauscht. Im nördlichen Bereich entsteht derzeit der neue, heilpädagogische Kindergarten. Daran soll sich bald das neue Bauland mit insgesamt 66 Grundstücken anschließen, wie Gemeindedirektor Günter Wigbers im Bauausschuss der Gemeinde vorstellte.

Preise unter 70 Euro

Ursprünglich habe die Gemeinde geplant, die Fläche in mehreren Abschnitten zu erschließen, doch aufgrund der Nachfrage – 90 Anfrage hätten die Verwaltung bereits erricht – soll nun die gesamte Fläche erschlossen werden. Die Grundstücke sind zum größten Teil zwischen 600 und 800 Quadratmeter groß, einige haben aber auch 1000 Quadratmeter. Die genauen Kosten für die Flächen seien noch nicht kalkuliert, so Wigbers. Fest stehe aber schon, dass sie "für deutlich unter 70 Euro pro Quadratmeter" angeboten werden sollen. 

Neue Flächen in Planung

Das große Interesse am Bauland sorge in der Verwaltung dafür, dass sich schon Gedanken gemacht werden müssten, wo das nächste Gebiet entstehen kann. Insgesamt hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren etwa 100 Hektar Flächen erworben, um die Bedarfe bei der Wohn- und Gewerbeentwicklung entsprechend decken zu können, so Wigbers. Ein Großteil der 100 Hektar ist laut Wigbers bereits wieder verkauft oder verplant. "Während wir – neben den jetzt auszuweisenden sieben Hektar am Torffehensweg – für die wohnbauliche Entwicklung über weitere rund 15 Hektar Potenzialflächen verfügen, werden wir in naher Zukunft für die gewerblich-industrielle Entwicklung in erheblichem Umfang zusätzliche Ankäufe tätigen müssen", teilt Wigbers auf Anfrage weiter mit.



Um die Flächen am Torffehnsweg zügig bereitzustellen, soll der Bebauungsplan bis zum Sommer aufgestellt sein, im Spätherbst könnten dann die Erschließungen und im kommenden Jahr die Hausbauten beginnen. Ein Vorteil der kompletten Erschließung in einem Zug sei auch die relativ kurze Bauphase im Gebiet, so der Gemeindedirektor.

Grünflächen im Gebiet

Angeschlossen werden soll das neue Wohngebiet im Süden über zwei Straßen an den Torffehnsweg und westlich an die Uhlandstraße. Diese soll zudem als Erschließungsstraße für das neue Wohngebiet dienen. Entlang der Straßen sollen Grünstreifen angelegt werden, an der Uhlandstraße könnte der bestehende Wall auf der gegenüberliegenden Seite fortgeführt werden, wie Markus Robin vom Bauamt erklärte. 

Schwierig werde die Situation während der Erschließung für den Bereich des Kindergartens, da alle Baufahrzeuge diesen passieren müssen. Wie Bauamtsleiter Josef Gößling mitteilte, komme aufgrund der verkehrlichen Situation keine andere Erschließung in Frage. Nach der Erschließung könne über eine Geschwindigkeitsreduzierung entlang des Kindergartens nachgedacht werden, hieß es im Ausschuss. 

Kindergarten im Zeitplan

Die Arbeiten am neuen Kindergarten sind laut Wigbers im Zeitplan, die Dachdecker seien fast fertig, auch die Fenster sind eingebaut. Ende April soll der Estrich gelegt werden. Wenn auch alle weiteren Arbeiten im Plan bleiben, dann kann die Einrichtung zum neuen Kindergartenjahr im Sommer öffnen. Dennoch sei es "eine sehr sportliche Baustelle", so Wigbers. 

Die in drei Teile gegliederte Kita wird im Außenbereich auch drei Spielplatzbereiche bekommen. Dort sollen neben Sandkästen, Rutschen oder Schaukeln auch ein Wasserspiel und ein Spielschiff entstehen. Froh sei man über die Tatsache, dass die Arenberg-Stiftung eine Summe von 50.000 Euro für den Kitabau zur Verfügung stelle. Davon könne man die Spielgeräte anschaffen, sagte Wigbers. 


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