150.000 Euro in Aussicht Kreisausschuss für Förderung des Kulturzentrums Börger

Das neue Kulturzentrum entsteht im Ortskern von Börger. Foto: Archiv/BellingDas neue Kulturzentrum entsteht im Ortskern von Börger. Foto: Archiv/Belling

Sögel. Der Landkreis Emsland wird sich mit knapp 150.000 Euro an den Baukosten für ein neues Gemeinde- und Kulturzentrum in Börger beteiligen – zumindest hat sich der Kreisausschuss für Arbeit, Soiales und Integration dafür ausgesprochen.

Wie im Ausschuss mitgeteilt wurde, wird das ehemalige Hauptschulgebäude im Ortskern derzeit umfangreich umgebaut und saniert. Im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes sollen Räumlichkeiten der Gemeinde Börger sowie Sanitäranlagen für den Gemeinde- und den Gemeinschaftsbereich untergebracht werden. Erweitert wird der Bestandsbau um einen Festsaal mit Räumen für Catering und Kühlung, eine Bühne, ein Lager, einen Jugend- und einen Abstellraum sowie weitere Sanitäranlagen. Da der Festsaal auch privat vermietet werden soll, ist hierfür eine Förderung ausgeschlossen. Das gleiche gelte für die gemeindeeigenen Räume, hieß es im Ausschuss. 

Vor einem Monat wurde Richtfest gefeiert. Foto: Archiv/Belling


Im ersten Obergeschoss werden neben einem Sitzungssaal und einem Archiv für die Gemeinde Börger ebenfalls Räumlichkeiten für die örtlichen Vereine und Gruppen geschaffen. Das Gemeinde- und Kulturzentrum soll aber, so die Vorlage zur Sitzung, nicht nur den genannten Gruppen, sondern allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Vereinen und Organisationen zur Pflege und Stärkung generationsoffener Kontakte und altersgerechter Angebote zur Verfügung stehen. 

Kosten von 1,8 Millionen Euro

Die Kosten für den Umbau betragen 1,8 Millionen Euro. Abzüglich der nicht förderfähigen Kosten für die Räume der Gemeindeverwaltung und für den Festsaal sowie des Grundstücks ergeben sich förderfähige Gesamtkosten von etwa 750.000 Euro. 20 Prozent dieser Kosten, maximal 148.700 Euro, soll der Landkreis übernehmen. 600.000 Euro kommen durch die Städtebauförderung „Kleine Städte und Gemeinden“ zustande, sodass die Gemeinde Börger gut eine Million Euro selbst zahlt. 

Saal mit 250 Plätzen

Ausschussmitglied Gerd Husmann (CDU) aus Rhede betonte, dass seine Fraktion diesen Antrag, der eine nachhaltige Nutzung des Gebäudes vorsehe, unterstütze. Der Eigenanteil der Gemeinde sei "schon ein großer Batzen", zeige aber auch die gute wirtschaftliche Lage der Gemeinde. Klaus Fleer (SPD) aus Börger erklärte, dass ein Saal mit bis zu 250 Sitzplätzen geplant sei, und dass dieses Vorgehen auch mit den Wirten im Ort besprochen sei. Der Kreisausschuss wird – vorbehaltlich der Genehmigung des Haushalts und einer baufachlichen Prüfung – über diese Ausgabe entscheiden.



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