Suche nach Standort beginnt Börger will zweite Kindertagesstätte bauen

Trotz einer Erweiterung im vergangenen Jahr reichen die Kapazitäten der Kindertagesstätte "Speelhus" nicht mehr aus. Foto: Daniel Gonzalez-TepperTrotz einer Erweiterung im vergangenen Jahr reichen die Kapazitäten der Kindertagesstätte "Speelhus" nicht mehr aus. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Börger. In Börger soll eine zweite Kindertagesstätte entstehen. Aufgrund steigender Anmeldezahlen im Krippen- und Regelbereich reichen die bisherigen Kapazitäten in der Kita "Speelhus" nicht aus. An welchem Standort die neue Kindertagesstätte gebaut werden soll, ist noch offen.

Einstimmig votierte der Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung für die Einrichtung einer zweiten Kita in der Hümmlinggemeinde. Zudem beauftragte das Gremium die Verwaltung mit den Planungen zu beginnen.

Zusätzliche Kleingruppe wird eingerichtet 

Wie akut der Bedarf in Börger ist, zeigt sich anhand der Einrichtung einer vorübergehenden Kleingruppe für das Kindergartenjahr 2019/2020, wofür sich der Gemeinderat ebenfalls einstimmig aussprach. "Die aktuellen Kapazitäten im Speelhus reichen nicht aus", machte Bürgermeister Jürgen Ermes (SPD) deutlich. Mit der Einrichtung der Kleingruppe könne die Kita im Kindergartenbereich dann 80 Kinder aufnehmen und damit die gesamte Nachfrage in diesem Segment abdecken. Dazu zählen zwei Regelgruppen mit jeweils 25 Kinder, eine Gruppe mit Einzelintegration mit 20 Kindern sowie die neue Kleingruppe mit zehn Kindern.

"Wir erleben in Börger eine rasante Entwicklung, die in den letzten Jahren in die Höhe schießt und uns ein Stück weit überrollt"Johannes Müller, Gemeindedirektor in Börger

Nach Angaben von Gemeindedirektor Johannes Müller zeigte sich die große Nachfrage nach Kindergarten- und Krippenplätzen bereits bei den Anmeldetagen im November. "Doch auch danach erfolgten noch zahlreiche weitere Anmeldungen", so Müller. Diese resultierten nach seinen Worten unter anderem durch Familienzuzüge sowie Schuluntersuchungen, bei denen angeregt wurde, dass Kinder noch ein weiteres Jahr die Kita besuchen sollen. Daher könnten laut Verwaltung nach derzeitigen Stand nicht ausreichend Kiga- und Krippenplätze angeboten werden. "Wir erleben in Börger eine rasante Entwicklung, die in den letzten Jahren in die Höhe schießt und uns ein Stück weit überrollt", machte Müller deutlich.

Änderung der Betriebserlaubnis 

In Zusammenarbeit mit der Fachberatung des Caritasverbandes sei die Verwaltung daher zum Entschluss gekommen, ab August wieder eine Kleingruppe mit einer Betreuungszeit von sechs Stunden am Tag einzurichten. Dafür ist eine Änderung der Betriebserlaubnis erforderlich, die die Verwaltung nun beantragen will.

Bereits mehrfach erweitert: Die Kindertagesstätte "Speelhus" in Börger. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper


Erst im vergangenen Jahr wurde das "Speelhus" zum fünften Mal erweitert.Die neu geschaffene zweite Krippengruppe bietet weiteren Platz für 15 Kinder unter drei Jahre.

"Wir brauchen aber erst einen geeigneten Standort, um in die weitere Planung einzusteigen" Ansgar Kossen, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat Börger

Hinsichtlich der geplanten Errichtung einer zweiten Kindertagesstätte in der Hümmlinggemeinde brachte Andreas Jansen (CDU)  auf der Ratssitzung zum Ausdruck, dass "die steigenden Anmeldezahlen ein gutes Zeichen für Börger sind." Dass diese Entwicklung die Gemeinde allerdings wie von Müller beschrieben überrolle, sei für ihn nicht ganz nachvollziehbar. Bereits Ende 2017 brachten die Christdemokraten den Vorschlag in den Rat ein, sich über eine Erweiterung des Kita-Angebots Gedanken zu machen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ansgar Kossen machte daher deutlich, dass nun Eile geboten sei. "Wir brauchen aber erst einen geeigneten Standort, um in die weitere Planung einzusteigen." Gemeindedirektor Müller teilte daraufhin mit, dass in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kinder/Jugend und Soziales über einen Standort beraten werden soll.  


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