Marstall und Jugendkloster Trägerverein führt Häuser in Sögel und Ahmsen zusammen

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Wegweiser in eine neue Zukunft: Aus dem Exerzitienhaus Ahmsen wird das Bildungs- und Begegnungshaus „Jugendkloster Ahmsen“. Foto: Gerd Schade/ArchivWegweiser in eine neue Zukunft: Aus dem Exerzitienhaus Ahmsen wird das Bildungs- und Begegnungshaus „Jugendkloster Ahmsen“. Foto: Gerd Schade/Archiv

Sögel. Der Trägerverein der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth in Sögel hat das Jugendkloster Ahmsen nun auch offiziell unter seine Fittiche genommen. Ab sofort firmiert der Verein unter dem Namen „Marstall Clemenswerth & Jugendkloster Ahmsen“.

Der Zusammenführung beider Häuser war im Rahmen der Mitgliederversammlung ein einstimmiger Beschluss zu einer Satzungsänderung vorausgegangen. Dies sei aus rechtlichen Gründen erst kurz vor der Eröffnung möglich, hieß es seitens des Vereins.

Seit 2017 wird für die Eröffnung des Jugendklosters Ahmsen geplant und gearbeitet (wir berichteten mehrfach). Das ehemalige Bildungs- und Exerzitienhaus wird Teil des Trägervereins .

Vorsitzende Irmgard Welling bewertete diesen Schritt als historisch und bedeutend: „Dieser Verein hat eine lange Geschichte. Seit 70 Jahren ist er insbesondere mit und für junge Menschen tätig, bestärkt sie und ist Begleiter auf ihrem Lebensweg. Seit 70 Jahren tut er das von einem Standort aus, zukünftig wird unser Verein aus Sögel und Ahmsen wirken. Es ist ein ganz besonderes Ereignis in der Historie dieses Vereins. Dieses positive Wirken wird nun noch weiter ausgebaut und wir erreichen noch mehr junge Menschen mit unserer Präventionsarbeit.“

Die Beteiligten der Mitgliederversammlung machten in weiteren Wortmeldungen deutlich, dass sie sich sehr auf die neue Herausforderung freuen und das Zusammenwirken beider Häuser als Chance für die Region und die Jugendarbeit sehen.

Große Schnittmengen

Wie es in einer Pressemitteilung des Vereins weiter heißt, werden beide Häuser für junge Menschen tätig sein, „die Angebote haben große Schnittmengen, aber die Häuser haben auch ihre Schwerpunkte“. Demnach wirkt der Marstall weiter als Jugendbildungsstätte, stärke junge Menschen in ihrer Persönlichkeit, arbeite mit Schulklassen und habe am Wochenende ein buntes Programm aus Sportgruppen, der Jugendarbeit des Bistums Osnabrück, Firmlingskursen und vielem mehr. Zudem biete das Haus Freizeiten für Menschen mit und ohne Behinderungen an und setze sich für die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund ein.

Laut dem stellvertretenden Hausleiter Kai Sommer ist gerade dieser Bereich in den vergangenen Jahren immens gewachsen. „Wir kommen der steigenden Nachfrage nach Freizeit- und Bildungsfreizeitangeboten kaum nach. Von daher sind wir ständig auf der Suche nach Studierenden, die nebenamtlich als Referenten in unserem Verein mitarbeiten wollen und auch nach Gruppenleitern, die im ehrenamtlichen Bereich Freizeiten erleben und begleiten wollen“, so Sommer.

Das Jugendkloster ist dem Verein zufolge eine Bildungs- und Begegnungsstätte, ein offenes Beleghaus für verschiedenste Gruppen. Zudem werde das Haus einen Schwerpunkt darauf legen, als ehemaliges Kloster ein (jugend-)spiritueller Ort zu sein, Glaubensbegegnungen ermöglichen sowie Kinder und Jugendliche in ihrer Glaubensentwicklung begleiten. Außerdem sollten der musikalische und kreative Bereich weiter ausgebaut und der Bereich „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gestaltet werden.

Als ehemaliges selbstversorgendes Kloster soll das praktisch im Klostergarten gehen, aber auch Seminare über globale Zusammenhänge und lokale Handlungsoptionen sollen stattfinden. Weitere Infos zu den Häusern gibt es unter marstall-clemenswerth.de und jugendkloster-ahmsen.de im Internet.

Großer Bildungsträger

Der Marstall ist nach Angaben von Hausleiter Christian Thien einer der größten außerschulischen Bildungsträger der Region. Als sehr positiv bewertet der Verein die Belegungszahlen mit 10500 Teilnehmern in mehrtägigen Maßnahmen und mit mehr als 22.700 Teilnehmertagen im abgelaufenen Vereinsjahr. Insgesamt würden gut 55 Prozent der Veranstaltungen als Eigenveranstaltungen des Marstalls im Bereich Schulgemeinschaftstage, Freizeiten und offen ausgeschriebener Maßnahmen stattfinden. Die katholische Jugendarbeit des Bistums belege das Haus darüber hinaus mit gut 19 Prozent der Jahresbelegung und weiterhin verlässlich und stark sei ebenfalls der Kreissportbund (KSB) mit 16 Prozent der Jahresbelegung im Haus vertreten.

Thien zufolge kommen mehr als 60 Prozent der Kursgäste aus dem Emsland. „Aber auch von weit darüber hinaus kommen Schulklassen und Gruppen zu uns.“

Ehrenmitglied und ehemaliger Vorsitzende Heiner Wellenbrock, lobte die inhaltliche Arbeit der Jugendbildungsstätte. „Es ist vorbildlich, wie hier die Themen der Gegenwart in Zusammenarbeit mit jungen Menschen aufgegriffen und umgesetzt werden“, so Wellenbrock.


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