Veranstaltung in Sögel Zugewanderte über Sprachförderung informieren

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Reges Interesse herrschte an der Veranstaltung zum Spracherwerb „Deutsch“. Etwa 100 Teilnehmer hatten sich im Gemeindezentrum Sögel eingefunden. Foto: Samtgemeinde SögelReges Interesse herrschte an der Veranstaltung zum Spracherwerb „Deutsch“. Etwa 100 Teilnehmer hatten sich im Gemeindezentrum Sögel eingefunden. Foto: Samtgemeinde Sögel

Sögel. „Spracherwerb Deutsch“ – unter diesem Titel hat eine Informationsveranstaltung des Fachstelle Integration des Landkreises Emsland und des Kolping-Europabüros gestanden, an der im Sögeler Gemeindezentrum rund 100 Interessierte teilnahmen.

Nach Mitteilung des Landkreises hatte die Veranstaltung zum Ziel, zugewanderten Menschen mit polnischem, rumänischem und ungarischem Migrationshintergrund über die Möglichkeiten der Sprachförderung „Deutsch“ zu informieren, auf beratende Einrichtungen hinzuweisen und die Bedarfe konkret zu erfassen.

„Große Bedeutung“

„Der rege Zuspruch zu dieser Veranstaltung zeigt die große Bedeutung des Spracherwerbs. Der Landkreis Emsland ist sehr daran interessiert, die Integration der Migranten zu unterstützen. Sprache ist dabei der Schlüssel“, wird Sozialdezernentin Sigrid Kraujuttis in der Mitteilung zitiert. Dies zeige sich auch durch das seit 2015 eingerichtete kommunale Budget für Sprachförderung. Die Stelle der kommunalen Sprachförderkoordinatorin, gefördert durch das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, wurde 2017 bei der Fachstelle Integration des Landkreises Emsland eingerichtet.

Kinder fungieren als Dolmetscher

Aufgabe der Sprachförderkoordinatorin ist es nach Angaben des Landkreises, die Adressaten und die Anbieter der Sprachförderung zusammenzubringen und mit den vor Ort tätigen Trägern Sprachkurse zu organisieren.

Die Idee zur Informationsveranstaltung in der Samtgemeinde Sögel entstand aus Erfahrungen, die an die Fachstelle Integration herangetragen wurden und einen Sprachförderbedarf deutlich machten. So gestalteten sich beispielsweise Elterngespräche in Kitas und Schulen problematisch. Da Sprachmittler nur selten zur Verfügung stehen, werden teilweise Kinder als Dolmetscher eingesetzt, die laut Landkreis mit der Situation deutlich überfordert werden.

Auf muttersprachliche Beratung angewiesen

Um hier weiterzuhelfen und die allgemein bestehende große Nachfrage an Sprachförderung zu decken, hat das Kolpingbüro bereits unterschiedliche Aktionen angeschoben. „Die Menschen sind auf eine muttersprachliche Beratung angewiesen und wir bekommen immer wieder Anfragen von Schulen, Kitas, Ärzten und anderen Einrichtungen, ob wir bei Eltern- oder Beratungsgesprächen übersetzen können“, so Eva Langhans vom Kolping-Europabüro.

Weitere Informationen zur kommunalen Sprachförderkoordinierung sind beim Landkreis Emsland, Ansprechpartnerin Cecile Warnecke, unter der Telefonnummer 05931/441610 und unter der E-Mail-Adresse cecile.warnecke@emsland.de erhältlich.


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