Christopher Rengstorf erweitert Spitze Schlachthof Weidemark in Sögel bekommt neuen Geschäftsführer

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Sögel. Der Schlachthof Weidemark in Sögel bekommt einen neuen Geschäftsführer. Christopher Rengstorf folgt auf Joachim Timmermann. Der Zeitpunkt der Amtsübergabe ist allerdings noch offen.

Timmermann werde mittelfristig in den Ruhestand gehen, dem Unternehmen aber weiterhin verbunden bleiben, teilte André Vielstädte, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, auf Anfrage mit. Um für Kontinuität in der Geschäftsführung von Weidemark zu sorgen, wurde im Laufe dieses Jahres die Leitung des Schlachthofes in Sögel um Christopher Rengstorf erweitert und damit verjüngt sowie auf breitere Beine gestellt, wie Vielstädte erläutert. Vorerst sind also beide im Amt und Rengstorf wird von Timmermann eingearbeitet.

Rengstorf absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Fleischer, anschließend zum Fleischermeister. Es folgte das Studium zum Diplom-Ingenieur für Lebensmitteltechnologie an der Hochschule Weihenstephan. Anschließend arbeitete Rengstorf als Werksleiter bei Westfleisch und als stellvertretender Geschäftsführer bei Kaufland Fleischwaren.

Rund 400 eigene und rund 700 fremde Kräfte

Bei Weidemark in Sögel sind jüngsten Angaben von Timmermann zufolge etwa 400 Menschen fest angestellt, hinzu kommen bis zu 700 Werkvertragsarbeiter. Weidemark bekenne sich zum System der Werkvertragsarbeit, weil es keine Alternative gebe, sagte Timmermann jüngst bei einer Podiumsdiskussion in der Hümmlinggemeinde. „Der Wettbewerb verpflichtet uns zu allerhöchster Effizienz“, betonte Timmermann.

In dem Schlachthof an der Industriestraße im Industriegebiet Püttkesberge werden täglich rund 15.000 Schweine geschlachtet. Er gilt als der größte Schweine-Schlachthof in Niedersachsen. Im Umkreis von zwei Lkw-Stunden, insbesondere in den Landkreisen Emsland und Cloppenburg sowie den Niederlanden, werden rund fünf Millionen Schweine gemästet, es ist die höchste Produktionsdichte bei Schweinen in Europa. Die Hälfte der angelieferten Tiere stammt aus den Niederlanden.

Kurzfristig keine Erweiterung geplant

Tönnies-Sprecher Vielstädte widersprach Medienberichten, wonach das Unternehmen eine Ausweitung der Schlachtkapazitäten in Sögel plane. „Eine Kapazitätserweiterung des Schlachthofs Sögel über die heute genehmigte Schlachtmenge hinaus, ist im Moment nicht geplant“, teilte Vielstädte mit. Im Frühjahr 2016 hatte das zuständige Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg eine Erhöhung der Kapazität auf 18.000 Tiere genehmigt, die täglich an 20 Stunden in Sögel geschlachtet werden dürfen. Am Ende macht das 108.000 Schweine in der Woche oder mehr als 5 Millionen im Jahr.


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