Auf Einladung des Familienzentrums Rumänische Familien informieren sich über Leben in Sögel

Von Marina Heller

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helm Sögel. Unter dem Motto „Die Gemeinde Sögel stellt sich vor“ hat das Familienzentrum Sankt Jakobus alle in der Hümmlinggemeinde lebenden rumänischen Familien zu einem „Kennenlernnachmittag“ in das Heimathaus eingeladen.

„Wir haben bewusst das Heimathaus und nicht die Kindergartenräumlichkeiten für das Treffen ausgewählt, da dieses Gebäude insbesondere mit dem Wort Heimat verbunden ist und auch Familien ohne Kinder oder Kleinkinder eingeladen waren“, erklärte Kindergartenleiterin Irmgard Welling. Außerdem sei es ihr ein wichtiges Anliegen zu zeigen, dass es in der Gemeinde Sögel auch größere Räumlichkeiten für ein Treffen gebe.

Gemeinschaftliche Veranstaltungen in Rumänien nicht üblich

Gemeinschaftliche Veranstaltungen seien in Rumänien in solch einer Form nicht üblich. „In meinem Heimatort in Rumänien gibt es solche Veranstaltungen nicht. Dort unternimmt jeder etwas alleine mit seiner Familie“, erzählte eine Frau im Austausch. Dies bestätigten weitere Gäste. Aus diesem Grund waren viele von ihnen begeistert von dem Heimathaus, dessen Funktion und Geschichte sie zuvor nicht kannten.

Neben einem Vortrag zu den Institutionen, Einrichtungen und Gebäuden in Sögel tauschten sich die Anwesenden bei Kaffee und Kuchen aus, während die Kinder von Erziehern betreut wurden. Es kamen auch Familien von außerhalb, die der rumänisch-orthodoxe Pfarrer Marius nach der Sonntagsmesse mit in das Heimathaus brachte.

„Brücken bauen in frühe Bildung“

Anlass des Treffens war die Teilnahme des Familienzentrums am Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“, das bundesweit 168 Standorte fördert. Im Rahmen dieses Projektes wurden die Erzieher Kevin Reuter und Thorsten Heymann für die pädagogische Begleitung und Betreuung der Kinder im Familienzentrum eingestellt. Das Programm richtet sich an Familien mit besonderen Zugangshürden, darunter auch solche mit Migrationshintergrund. „In unserer Kindertagesstätte haben 40 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund. Davon sind 20 Prozent Rumänen“, teilte Welling mit.

Seit Anfang des Jahres befindet sich zudem die Dolmetscherin und gebürtige Rumänin Georgeta Mogos in Ausbildung zur Sozialassistentin im Familienzentrum und steht den Erziehern bei Verständnisproblemen zur Seite. Für das kommende Jahr beabsichtigt Welling eine Wiederholung des „Kennenlernnachmittages“.


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