Viele Angebote und Veranstaltungen Jagd- und Wildwochen im nördlichen Emsland eröffnet

Von Ingrid Cloppenburg

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Sögel. Die Kreisjägerschaft Aschendorf-Hümmling hat die fünften Jagd- und Wildwochen eingeläutet. In den kommenden Wochen bieten die Hegeringe im Altkreis insgesamt mehr als 50 Veranstaltungen zur Beobachtung, Zubereitung und dem Genuss von Wild an.

Während der Eröffnungsfeier im Sögeler Rathaus wurden diese Angebote vorgestellt. Zudem hielten der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, Helmut Dammann-Tamke und der Vizepräsident des niedersächsischen Landtages, Bernd Busemann (CDU), Ansprachen.

In ihren Grußworten sprachen sowohl der Vorsitzende der Jägerschaft Aschendorf-Hümmling, Lambert Fischer, Landkreis-Dezernent Marc-André Burgdorf und Sögels Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers das Thema „Wolf in Niedersachsen“ an. Auch Dammann-Tamke und Busemann nahmen Bezug darauf.

Wildkochkurse, Hubertusmessen, Reviergänge

In der Einführung verdeutlichte Fischer, den Zweck der Jagd- und Wildwochen: „Die Veranstaltungen sollen der Bevölkerung die vielfältigen Aufgaben der Jäger näherbringen“. Neben Wildkochkursen, dem Angebot von Wildgerichten in vielen Gastronomiebetrieben, Hubertusmessen, Schnupperkursen im Jagdhornblasen und Schießen werden auch Reviergänge und Naturführungen offeriert.

Wolfssichtungen melden

Burgdorf hob die besondere Rolle der Jägerschaft hervor. Jäger seien Umweltschützer und die Jagd „ein Genuss in der Natur“. Wichtig sei, dass die Jäger dieses auch nach außen tragen. Fischer nahm die Empfehlung auf. „Landwirte, die zugleich Jäger sind, können dieses auf gut sichtbare Weise durch die Anlegung von Grünstreifen dokumentieren.“

„Sögel ist eine Wolfsgemeinde“, stellte indes Wigbers fest. Dieses sei aber auf Landesebene nicht bekannt, weil Wolfssichtungen und Wolfsrisse aufgrund des zum Teil sehr bürokratischen Aufwands nicht immer gemeldet werden. „Wenn wir wollen, dass sich die Landespolitik mit den Sorgen unserer Bürger in Bezug auf den Wolf befassen soll, müssen wir Daten liefern.“

20 Rudel in Niedersachsen

Busemann unterstützte Wigbers in seinen Worten. „Der Wolf hat hier in Mitteleuropa überhaupt nichts zu suchen.“ Er könne sich jedoch als Kompromiss vorstellen, dass da, wo keine Nutztierhaltung und keine Besiedelung vorhanden sei, der Wolf kontrolliert leben dürfe.

Dammann-Tamke untermauerte die Sorgen um das Vorkommen des Wolfes in Niedersachsen mit Zahlen. „Gab es im Jahr 2012 nur ein Rudel in Niedersachsen, sind es jetzt schon 20 Rudel. Das Tempo der Verbreitung und des explosiven Wachstums hat selbst uns überrascht.“


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