8881 Unterrichtsstunden KEB bleibt Geschäftsstelle in Sögel erhalten

Von Lambert Brand

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Mit dem sogenannten „KEB-Schirm“ bedankte sich Geschäftsführer Stefan Varel (rechts) beim Digitalisierungsexperten und Referenten Sebastian Drees. Foto: BrandMit dem sogenannten „KEB-Schirm“ bedankte sich Geschäftsführer Stefan Varel (rechts) beim Digitalisierungsexperten und Referenten Sebastian Drees. Foto: Brand

Sögel. Die Katholische Erwachsenenbildung Aschendorf-Hümmling (KEB) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2017 mit 349 Veranstaltungen und 8881 Unterrichtsstunden zurück. Das berichtete die stellvertretende Vorsitzende Regina Heldermann-Wempe während der Mitgliederversammlung.

Heldermann-Wempe begrüßte in Vertretung für den verhinderten Vorsitzenden Franz Klawitter besonders auch die Kooperationspartner und die örtlichen Leiter. „Für die KEB war 2017 ein gutes und stabiles Jahr““, so die stellvertretende Vorsitzende.

Man habe im Rahmen von 349 Veranstaltungen in 37 Orten 8881 Unterrichtsstunden abgehalten, die zweithöchste Zahl in den letzten fünf Jahren. An dieser Leistung sei nicht nur die Geschäftsstelle in Sögel, sondern auch die örtlichen Mitarbeiter beteiligt gewesen.

Weniger Sprachkurse für Flüchtlinge

Zu den Programmschwerpunkten gehörten unter anderem ein Qualifizierungskurs für Seniorenbegleiter in Lathen, zwei Hospizhelferausbildungskurse mit den Sögeler und Papenburger Hospizvereinen sowie vier Veranstaltungen in der Reihe „Praxis Ehrenamt“ für Engagierte in der Flüchtlingsarbeit.

Aber auch Kursthemen wie „Was sagt uns die Bibel?“, Tagesmutter-/Väterqualifizierung, Gesundheitsprävention und Zertifikatslehrgänge zum Office-Manager fanden Anklang. Ein langjähriger Schwerpunkt der KEB, die Eltern-Kind-Gruppenarbeit, nimmt mit der Aufgabenübernahme durch die neue Leiterin Kerstin Plüster wieder einen hohen Stellenwert ein. Der Bedarf an Sprachkursen für Flüchtlinge sei zurückgegangen.

Gute Auslastung

KEB-Geschäftsführer und pädagogischer Leiter Stefan Varel ergänzte den Bericht mit weiteren statistischen und betriebswirtschaftlichen Daten. Die KEB steht nach seinen Worten dank der guten Auslastung auf gesunden Füßen. Dies bestätigte Hermann Grotjohann, der zusammen mit Erhard Dopp die Finanzen des Vereins geprüft hatte.

Besonders erfreulich und eine Anerkennung der Arbeit sei die Entscheidung, dass die KEB-Geschäftsstelle Sögel erhalten bleibe, obwohl die Zahl der Einrichtungen landesweit von 16 auf zehn reduziert worden sei. Nach Angaben des Geschäftsführers fanden auf Landesebene Gespräche aller Landeseinrichtungen mit dem Finanzminister statt, um die finanzielle Unterstützung bedarfsgerecht zu verbessern. Es würden weitere Gespräch stattfinden, unter anderem mit dem Landtagsvizepräsidenten Bernd Busemann (CDU).

Vorsitzender im Amt bestätigt

Bei den Neuwahlen wurden Vorsitzender Franz Klawitter, sein Stellvertreterin Regina Heldermann-Wempe (Hilkenbrook), sowie die Beisitzerinnen Hedwig Scheumann (Esterwegen) und Maria Kossenjans (Surwold) wiedergewählt. Für die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Maria Munk und Annette Hebbelmann-Schulte wurden Margret Krange (Aschendorf) und Lambert Brand (Sögel) gewählt. Varel sowie der Geistliche Begleiter und Dekanatsvertreter Pater Josef Danne komplettieren den Vorstand.

Mit seinem Vortrag über die Digitalisierung sorgte Referent Sebastian Drees von der Sparkasse Emsland für Erstaunen. Der unter anderem für das Projekt Digitalisierung verantwortliche Bereichsleiter machte deutlich, dass diese nicht nur in der Wirtschaft, sondern sich auch im Privaten mit Riesenschritten weiterentwickeln würde. „Digitalisierung ist nicht Zukunft, sondern Gegenwart“.

Es wird „nicht alles“digitalisiert

Große Unternehmen wie Nokia und Kodak, die über Jahrzehnte hinweg „ihren Markt beherrscht“ hätten, spielten keine Rolle mehr. Sie seien von anderen Unternehmen wie Apple verdrängt worden. Der Börsenwert der vier digitalen Vorreiter Apple, Google, Facebook und Amazon sei nach Worten des Referenten größer als der aller deutschen DAX-Unternehmen.

Drees nahm den Zuhörern in der anschließenden Diskussion die Angst, dass „alles digitalisiert“ werde. Der persönliche Kontakt unter den Menschen werde immer von großer Bedeutung sein und könne nicht von den sozialen Medien ersetzt werden. Es werde auch weiterhin möglich sein, vor Ort einzukaufen und in den Kreditinstituten mit dem Berater zu sprechen.


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