Rat ändert Richtlinien Interesse an kostenlosen Grundstücken in Eisten

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Wie hier in Börger hoffen die Eistener, dass bald in ihrem Wohngebiet wieder gebaut wird. Foto: Archiv/BellingWie hier in Börger hoffen die Eistener, dass bald in ihrem Wohngebiet wieder gebaut wird. Foto: Archiv/Belling

Sögel. Der Rat der Gemeinde Sögel hat sich für die Vergabe von kostenlosen Grundstücken im Ortsteil Eisten ausgesprochen.

Bei fünf Enthaltungen der SPD wurde beschlossen, die Änderung der Richtlinien zu verändern und die vier noch freien Baugrundstücke an geeignete Bewerber zu vergeben und den Kaufpreis von 15 Euro pro Quadratmeter zu erstatten. Die CDU-Fraktion hatte den Vorschlag in den Rat eingebracht, da in dem Baugebiet in Eisten seit Jahren kein Bauplatz mehr verkauft worden sei. Mit dem jetzigen Plan soll die Ansiedlung junger Familien angeschoben werden.

Scheinbar funktioniert dies auch, da Gemeindedirektor Günter Wigbers berichtete, dass sich bereits Interessenten auf die Flächen zwischen 840 und 1126 Quadratmetern Größe gemeldet hätten. Vergeben werden sollen diese Flächen unter bestimmten Voraussetzungen: In die engere Auswahl kommen Familien oder Paare mit Kinderwunsch, die eine Arbeitsstelle in der Samtgemeinde Sögel ausüben oder ausüben wollen. Letztlich soll der Gemeinderat in Einzelentscheiden über die Vergabe abstimmen.

Für alle gelten laut Wigbers die üblichen Notarverträge, über die etwa ein Veräußerungsverbot von zehn Jahren oder eine Bebauungspflicht innerhalb von drei Jahren geregelt seien. Pro Grundstück könne auch nur eine Wohneinheit entstehen.

Frank Ostermann (CDU), Ratsherr aus Eisten, sprach seinen Dank für die Unterstützung aus und berichtete, dass auch er bereits Anfragen erhalten habe. Womöglich könne man schon zeitnah mit der Vergabe der Grundstücke beginnen.

Über die finanziellen Auswirkungen heißt es in der Beschlussvorlage des Rates: „Im Haushalt der Gemeinde sind noch 48.000 Euro für verlustige Grundstücksgeschäfte vorgesehen. Aus diesem Topf sollen die Kosten für die Erstattungen gezahlt werden. Soweit über diesen Betrag hinaus Verluste entstehen, sind diese in den zukünftigen Haushalten zu berücksichtigen.“


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