Gemeinde kauft Fläche im Ortskern Sieben Hektar neues Bauland in Sögel

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Die Uhlandstraße in Sögel soll im Zuge der Erschließung des neuen Baugebietes ausgebaut werden. Foto: Archiv/CDU SögelDie Uhlandstraße in Sögel soll im Zuge der Erschließung des neuen Baugebietes ausgebaut werden. Foto: Archiv/CDU Sögel

Sögel. In Sögel wird neues Bauland entstehen. Die Gemeinde hat die Möglichkeit, eine sieben Hektar große Fläche in der Ortsmitte zu kaufen und bis zu 90 Grundstücke zu erschließen.

Die Grundstücksverhandlungen seien abgeschlossen, wie Gemeindedirektor Günter Wigbers auf der jüngsten Ratssitzung mitteilte. Die zusammenhängende Fläche nördlich des Torffehnsweg und östlich der Uhlandstaße eigne sich für 70 bis 90 Grundstücke, je nach Zuschnitt, so Wigbers. „Damit machen wir einen richtigen Schub bei der Wohnbauentwicklung“, sagte Wigbers und ergänzte, dass so „bezahlbarer Grund für junge Familien“ geschaffen werden könne.

Flächen durch Tausch erwerben

Die Fläche könne die Gemeinde durch einen Tausch erwerben, erklärte der Gemeindedirektor. Die Verwaltung habe die Absicht, Ackerflächen im zweistelligen Hektarbereich außerhalb der Samtgemeinde Sögel zu kaufen und diese mit dem Verkäufer der sieben Hektar zu tauschen. Diese Flächen sowie weitere Grundstücke für Gewerbeansiedlungen könnten von der Gemeinde Sögel für insgesamt 1,4 Millionen Euro angekauft werden, weshalb ein neues Darlehen aufgenommen werden müsse, so Wigbers. Dieses müsse durch einen Nachtragshaushalt abgesichert werden.

Einstimmiger Beschluss

Der Rat sprach sich einstimmig für den Tausch der noch zu erwerbenden Flächen samt entsprechendem Nachtragshaushalt aus. Adolf Jelges (CDU) begrüßte die positive Entwicklung, ebenso Thomas Klaß (SPD). Klaß, der Vorsitzender des Finanzausschusses der Gemeinde ist, wies jedoch auf die steigenden Schulden hin. Die Pro-Kopf-Verschuldung, die Ende 2017 noch bei 225 Euro gestanden habe, steige nun auf etwa 850 Euro an. Deshalb sei bei der Planung des kommenden Haushaltes auf den Schuldenabbau zu achten, so Klaß.

Kämmerer Benno Boitmann erklärte, dass das Darlehen, das wohl erst zum Ende des Jahres benötigt werde, in diesem Haushaltsjahr kaum zu Zinslasten führen werde. Da im laufenden Jahr das Steueraufkommen „gewaltig angestiegen“ sei, könne eine Teilfinanzierung des Kaufs auch durch Liquiditätsüberschüsse abgedeckt werden, so der Kämmerer.

Erschließung in drei Abschnitten

Wie Wigbers im Gespräch mit unserer Redaktion weiter erklärte, soll die neue Fläche in drei Abschnitten erschlossen werden. Die Planungs- und Erschließungsphase soll in einem Jahr abgeschlossen sein. Auch die Uhlandstraße, die zur Erschließung genutzt werden kann, soll im kommenden Jahr ausgebaut werden. Im neu zu planenden Baugebiet wird ebenfalls der neue, integrative Kindergarten gebaut, der vom St.-Lukas-Heim betrieben werden soll.


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