Wettbewerb des Heimatbundes Schönster emsländischer Naturgarten liegt in Meppen

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Sögel. Karin Schaad aus Meppen-Rühle hat den Naturgartenwettbewerb des Emsländischen Heimatbundes gewonnen. Die fünfköpfige Jury zeigte sich von der Vielfalt überzeugt.

Wie Werner Kleimann, Initiator des Wettbewerbs und Jurymitglied, bei der Siegerehrung im Rundsaal auf Schloss Clemenswerth in Sögel mitteilte, seien die Gärten in elf Kategorien beurteilt worden. Bis zu zehn Punkte gab es unter anderem für die Artenvielfalt, für Kleinbiotope, Nist- und Bruthilfen oder auch die Bodengestaltung. Der Garten von Karin Schaad habe in allen Kategorien Topwerte von den fünf Juroren erhalten, so Kleimann. Frei nach dem Motto „trau keinem Ort, an dem kein Unkraut wächst“ hätten sich die Preisrichter zahlreiche Gärten im Emsland angesehen und ihre Eindrücke niedergeschrieben.

Gärten müssen sich entwickeln

Naturgärten wie der von Schaad böten zahlreichen Tieren, Insekten, Pflanzen und Bäumen einen Lebensraum, wie Kleimann erklärte. Es sei auch Geduld nötig, damit sich die Gärten entwickelten und Hecken, Wiesen oder Gewässer ins Gleichgewicht kämen. Demnach stünden die Naturgärten im kompletten Gegensatz zu den in der jüngsten Zeit in Mode gekommenen „Steinwüsten“ in den Vorgärten vieler Wohngebiete.

„Steinwüsten“ entgegenwirken

Auch Hermann Bröring, Vorsitzender des Heimatbundes, bezweifelte bei der Siegerehrung den Nutzen dieser Versiegelungen. Er mahnte an, dass so die Artenvielfalt verloren gehe, und appellierte daran, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Er gab aber auch zu, dass es viel Zeit koste, den Garten entsprechend zu gestalten. Zu seiner Zeit als Landrat habe er in seinem Garten auch fast nur immergrüne Pflanzen gehabt, sagte er. Nun, da er mehr Zeit habe, habe sich auch der Garten verändert, es seien dort mittlerweile deutlich mehr Blumen zu finden.

Vier Preise vergeben

Eine besondere Vielfalt habe auch die weiteren, prämierten Gärten ausgezeichnet, so Bröring. Er vergab den zweiten Platz an Marianne und Rudolf Schockmann aus Lingen, der dritte Preis ging an Dieter Liebich aus Lathen und auf Rang vier landete der Garten von Eva Korte aus Papenburg. Korte und Liebich erhielten als Geschenk neben einer „grünen Hausnummer“ je einen Gutschein über Gartenzubehör von einem Anbieter in ihrer Nähe. Schockmann und Schaad erhielten je ein Insektenhotel für den Garten und ebenfalls eine „grüne Hausnummer“.

Schaad bedankte sich und betonte, dass sie das Insektenhotel an den Naturschutzbund (Nabu) verschenken wird, da in ihrem Garten schon zahlreiche dieser Nist- und Überwinterungshilfe für Insekten stünden.

Der Naturgartenwettbewerb wird wieder in vier Jahren ausgelobt. In zwei Jahren steht dann wieder der Bauerngartenwettbewerb an, der ebenfalls von der Emsländischen Landschaft vergeben wird. Seit 2002 werden die Wettbewerbe auf Kreisebene im Wechsel alle zwei Jahre durchgeführt. Wer an einer Teilnahme interessiert ist, meldet sich beim Emsländischen Heimatbund unter Telefon 05952/93230 oder per E-Mail an info@ehb-emsland.de.


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