Hoffen auf hohe Landesförderung Millionenpläne für Hümmling-Hospital in Sögel

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Am Krankenhaus in Sögel sind Baumaßnahmen für insgesamt knapp 22 Millionen Euro geplant. Symbolfoto: Samtgemeinde SögelAm Krankenhaus in Sögel sind Baumaßnahmen für insgesamt knapp 22 Millionen Euro geplant. Symbolfoto: Samtgemeinde Sögel

Meppen/Sögel. Für das Hümmling-Hospital in Sögel gibt es große Pläne. Unter anderem sollen die Zentrale Notaufnahme neu gebaut, Operationssäle und Stationen saniert sowie die Einfahrt für den Transport von Liegendkranken vom Haupteingang weg verlagert werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen ist mit knapp 22 Millionen Euro veranschlagt.

Wie Sozialdezernentin Sigrid Kraujuttis am Montag in der Kreistagssitzung berichtete, ist ein entsprechender Förderantrag des Krankenhauses vom Landessozialministerium auf eine Investitionsliste gesetzt worden. In der nächsten Stufe berate und entscheide der Krankenhausplanungsausschuss in Hannover, welche Anträge vorrangig behandelt werden.

Gerechnet wird mit einer Landesförderung von maximal 16,8 Millionen Euro. Die verbleibenden Kosten sind vom Träger des Hospitals, dem Landkreis sowie der Samtgemeinde und der Gemeinde Sögel zu finanzieren.

Kreistag stimmt für Kapitalerhöhung

In einem ersten Schritt stimmte der Kreistag geschlossen einer Erhöhung der Kapitalrücklage von einer Million Euro zu – je 200000 Euro in den nächsten fünf Jahren. Damit folgte er einer Anregung der Gesellschafterversammlung des Hospitals. Gesellschafter des Sögeler Krankenhauses sind zu gleichen Teilen der Landkreis und die Bonifatius-Hospitalgesellschaft Lingen.

Operationssäle sollen saniert werden

Konkret sollen am Krankenhaus Gebäudeteile (Wirtschafts- und Versorgungsdienst) abgerissen, die Operationssäle 1 und 2 sowie die Stationen Innere 2 und Chirurgie 2 saniert sowie die Liegendkrankenanfahrt verlagert werden. Neu gebaut werden sollen außer der Zentralen Notaufnahme eine Palliativeinheit und ein Bettentrakt Geriatrie (Altersmedizin). Darüber hinaus ist ein Umbau beziehungsweise der Verlagerung der Bereiche Physikalische Therapie, Bettenzentrale, Personalumkleide und Lager vorgesehen.

Zentrale Notaufnahme soll ins Erdgeschoss

Die Zentrale Notaufnahme soll im Erdgeschoss entstehen und an die Radiologie sowie an die Chirurgische Ambulanz angrenzen. Insgesamt sollen die Neu- und Umbauten dazu führen, dass eine bessere horizontale und vertikale Wegeführung erreicht wird. Die Gesamtbauzeit ist mit etwa drei Jahren veranschlagt. Kraujuttis avisierte einen Baustart für 2020.

Die Kreistagsabgeordneten Heribert Kleene (CDU) und Dorothea Schmidt (SPD) hoben die Bedeutung der geplanten Investitionen für das Hospital hervor. Als „schlicht unzumutbar“ (Kleene) beziehungsweise „nicht mehr hinnehmbar“ (Schmidt) bezeichneten beide den Umstand, dass sich auf den Stationen Innere 2 und Chirurgie 2 derzeit sechs Patienten eine Dusche und Toilette teilen müssen, die nur über den Flur erreichbar ist. Auf den Stationen sollen barrierefrei zugängliche Bäder geschaffen werden.

„Das Manko sind die Zimmer“

Kleene zufolge stellen die geplanten Investitionen die Weichen für die Zukunft des Sögeler Krankenhauses. „Sie tragen dazu bei, die medizinische Versorgung auf dem Hümmling zu verbessern“, so Kleene. Er hob zudem hervor, dass der Landkreis seit Jahrzehnten finanziell zu einer intakten Krankenhauslandschaft im Emsland beitrage.

Auch Schmidt betonte, dass die Hümmlinger auf ein gut funktionierendes Krankenhaus angewiesen seien. Bewertungen im Internet würden immer wieder zeigen, dass die Patienten mit der Behandlung zufrieden seien. „Das Manko sind die Zimmer“, meinte Schmidt.


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