Auftakt mit Hubertusmesse 80 Reiter bei Schleppjagd auf Schloss Clemenswerth in Sögel

Von Insa Pölking


isp Sögel. Trotz des regnerischen Wetters hat die Schleppjagd auf dem Gelände des Emslandmuseums Schloss Clemenswerth in Sögel am Sonntag Besucher angelockt. Die Veranstaltung, die sich zum 60. Mal jährte, wurde durch Pastor Bernd Horstmann mit einer Hubertusmesse eingeleitet.

Mit dem dreifachen Ruf des Jagdgrußes „Horrido“ begann gegen 13.30 Uhr das Spektakel. Etwa 80 Reiter sowie eine Vielzahl an Kutschen folgten der Cappenberger Meute. Bei der Schleppjagd legt ein Reiter zunächst eine Fährte aus Heringslake, die die Hunde auch dieses Mal mit viel Eifer verfolgten. Auf der rund 15 Kilometer langen Strecke werden jedoch keine Tiere gejagt oder getötet. „Diese Ereignis ist eine ganz lange Tradition, die es hier auf Schloss Clemenswerth gibt“, sagte der Direktor des Emslandmuseums, Oliver Fok. „Und nur durch so aktive Zuschauer kann sich so ein Event halten.“

Zum ersten Mal fand die Schleppjagd in drei Feldern statt. Reiter, die im ersten Feld des Jagdritts unterwegs waren, mussten alle Hindernisse auf der Geländestrecke überspringen. „Etwa 25 Naturhindernisse sind auf der Strecke aufgebaut“, erklärte Moderator Michael Grünberg. „Reiter des zweiten Feldes springen gar nicht und das dritte Feld wurde für Anfänger neu eingeführt.“ Die Strecke des dritten Feldes sei dem Moderator zufolge etwas kürzer und die Reiter überwiegend mit Ponys unterwegs.

Die vorangegangene Messe sei Grünberg zufolge sehr gut besucht gewesen. Durch die eher ungünstigen Wetterbedingungen seien allerdings weniger Besucher beim Start der Schleppjagd vor Ort gewesen als in den Jahren zuvor. „Es ist leider nicht immer Sonnenschein“, sagte Bernd Busemann (CDU), Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags. „Aber lasst uns daran denken, dass die Einsatzkräfte in Meppen mit Sicherheit froh über jeden Tropfen Regen sind“, meinte er im Hinblick auf den Kampf gegen den Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle.

Mit Ponyreiten, einem Steckenpferdrennen und einem Stand mit Informationen zur Jagdhundausbildung hatten die Besucher die Möglichkeit die Zeit, bis die Reiter am späten Nachmittag wieder beim Schloss eintrafen, zu überbrücken.

Das Emslandmuseum hatte die Schleppjagd in diesem Jahr in Kooperation mit dem Reit- und Fahrverein Sögel organisiert. Jagdherr Markus Lager aus Spahnharrenstätte führte die Gesellschaft an. Beendet wurde die Schleppjagd gegen 17 Uhr mit dem geblasenen Halali, dem Eichenbruch für die Reiter und dem Rinderpansen für die Hundemeute.


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