Hilfen für Behinderte und deren Familien Lukas-Heim eröffnet neue Angebote in Sögel

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Sögel. Mit der Wohnassistenz und dem Familienentlastenden Dienst bietet das St.-Lukas-Heim seine Dienste nun auch auf dem Hümmling an. Eine neue Zweigstelle ist in Sögel eröffnet worden.

Die beiden Angebote, bei denen Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige unterstützt werden, sind bereits seit Beginn des Jahres an der Schlossallee 8 in Sögel ansässig, jetzt wurden die Räumlichkeiten, die sich beide Dienste teilen, offiziell eröffnet und eingeweiht. Wie Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer des Lukas-Heims, in seiner Ansprache betonte, nehme der Bedarf an den Angeboten zu, auch auf dem Hümmling. Mithilfe der Fachkräfte werde die Förderung der Inklusion gelingen, so Mäsker, der sich wünschte, künftig durch ein noch besseres Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen auf den Begriff der Inklusion verzichten zu können.

Der Familienentlastende Dienst (FED) ist ein ambulantes Angebot, das Familien mit behinderten Angehörigen Angebote zur Unterstützung bei der Pflege und Betreuung bietet. Die Angebote reichen von der Beratung über stundenweise Entlastung bis zu mehrtägiger Betreuung. Ziel ist es, die Lebensqualität der Familien zu erhöhen, indem der Alltag erleichtert wird und Angehörigen mehr Freizeit verschafft wird. Den Dienst gibt es seit 1992, vom südlichen Ostfriesland bis Sögel werden 700 Familien betreut. 25 feste Mitarbeiter und 220 ehrenamtliche Helfer sind im FED beschäftigt, so Mäsker.

Die Wohnassistenz richtet sich an Menschen mit Behinderungen, die oft in den Werkstätten der Lukas-Heims arbeiten und mit Unterstützung selbstständig in der eigenen Wohnung leben wollen. Das Wohntraining ist für Klienten geeignet, die das Ziel haben, selbstständig in einer eigenen Wohnung oder einer Wohngemeinschaft zu leben – dafür aber noch Unterstützung benötigen. Diese gibt es bei der Wohnungssuche, bei Behördengängen, der Haushaltsführung oder der Gesundheitsvorsorge. Die Wohnassistenz existiert seit 2006, anfangs wurden zehn Klienten betreut, heute sind es laut Mäsker 270. Die hohe Selbstständigkeit der Klienten sei das oberste Ziel, so Mäsker. Einen Gruß sprach auch Vera Meiners von Klientenrat der Wohnassistenz.

Glückwünsche gab es zudem von Sögels Gemeindedirektor Günter Wigbers. Die Freude über das neue Angebot sei auf Seiten der Gemeinde. Das Motto „Mitten im Leben“ habe man an einem guten Standort im Zentrum der Gemeinde „stark umgesetzt“, so Wigbers. Mit dem neuen Standort werde neben dem Sprachheilkindergarten, dem heilpädagogischen Kindergarten und dem Wohnhaus an der Sprakeler Straße das mittlerweile vierte Angebot in Sögel geschaffen. Mit dem integrativen Kindergarten komme zum nächsten Sommer ein fünftes hinzu.


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