Bilder bis 31. Oktober zu sehen Neue Kunstausstellung auf Schloss Clemenswerth

Von Gisela Arling, 11.09.2018, 19:38 Uhr
Die Ausstellung eröffnet haben (von links) Hans Flüteotte von der Emsländischen Landschaft, Oliver Fok, Bernhard Kock, Josef Grave, Bürgermeisterin Irmgard Welling und Pater Edmund von den Sögeler Kapuzinern. Foto: Gisela Arling

gar Sögel. Im Rahmen der Ausstellungsreihe Forum Form Clemenswerth ist jetzt im Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in Sögel die Ausstellung „Bernhard Kock – der Maler“ eröffnet worden. Sie wird bis zum 31. Oktober zu sehen sein.

Der Künstler wird am 30. Oktober selbst durch die Ausstellung führen. Auch bei der Vernissage war er anwesend. „Ich bin auch nach über 40 Jahren Malerei immer noch neugierig und gespannt darauf, was sich aus dem Material noch herausholen lässt“, sagt Kock selbst über seine Kunst.

Der 1961 in Meppen geborene und aufgewachsene Kock ist der Preisträger des Künstlerstipendiums 2018 der Emsländischen Landschaft und lebt und arbeitet seit 1984 in Hannover. Hier studierte er Freie Kunst an der Fachhochschule. Seine Werke wurden in vielen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

Stipendium mit 6000 Euro dotiert

Der Vorsitzende der Emsländischen Landschaft, Josef Grave, teilte mit, dass Kock durch einen Jury-Entscheid der siebte Preisträger des Künstlerstipendiums ist, der mit 6000 Euro dotiert ist. „Es werden dabei Künstler eingeladen, die einen Bezug zur Region haben. Voraussetzung ist in der Regel ein Studium an einer staatlichen Kunsthochschule“, so Grave. Ganz zum Schluss gehe ein Werk des Künstlers dann an einen Platz in der Bibliothek des Emsländischen Heimatbundes und in den Pavillion Mergentheim auf Schloss Clemenswerth.

Museumsdirektor Oliver Fok hielt die Laudatio auf Kock und dokumentierte dessen Werke. „Kock ist ein Getriebener seiner unerschöpflichen künstlerischen Möglichkeiten, in seiner Kunst beständig, nicht aber in seiner künstlerischen Ausrichtung, seinem Stil“, so Fok. Am häufigsten beschäftige sich Kock mit der vermeintlich abstrakten Malerei, würde bezeichne er selbst jedoch eher als „konkrete Kunst“, die auf etwas Konkretes zurückgehe, so Fok.

„Fiktive Kartografie“

„Als Linkshänder wurde ich in der Schule auf Rechtshändigkeit getrimmt. Mit beiden Händen gleichzeitig musste ich endlose Kreise auf die Tafel malen“, sagte Kock. Die Erinnerung daran habe zur Entstehung der Werkgruppe „Beidhändig“ geführt. Eine andere Reihe von Kocks „konkreter Kunst“ werde als „Fiktive Kartografie“ bezeichnet, bei denen ein Gewirr von Linien und Markierungen auf die Leinwand gebracht werde, sagte Fok weiter.

Ein Blick auf die Gesamtheit der während seines Stipendiums entstandenen Werke, bei dem Kock sich zwei Monate im Künstlerhaus Nordhorn und zwei Monate in der Gloriette des Klostergartens auf Schloss Clemenswerth aufgehalten hatte, mache laut Fok deutlich, dass der Künstler weitgehend Abschied vom Raster genommen und sich in seiner Malerei vom Geist der Aufenthaltsorte habe inspirieren lassen, so Fok. „Nur der Eingeweihte wird die in den Werken verborgenen Elemente wiedererkennen“, sagte Fok.

Vom Schloss inspiriert

So sei der Künstler zum Bild „Sonnenlicht I“ durch das Lichterspiel der Sprossenfenster in der Sägemühle während seines Aufenthaltes in Nordhorn inspiriert worden. Und während seines Aufenthaltes auf Schloss Clemenswerth hätten ihn die vielen Formen und Elementen der barocken Schlossanlagebeeindruckt, wodurch seine Bilder „Klostengarten“ und „Eiben“ entstanden seien, so Fok.

Maria Haase von der Musikschule Emsland verlieh der Ausstellungsveranstaltung mit einigen klassischen Musikstücken auf der Alt-, und Tenorblockflöte den passenden musikalischen Rahmen. Fok bedankte sich ebenfalls bei der EWE Stiftung sowie der Sparkasse Emsland als Förderer der Ausstellungsreihe Forum Form Clemenswerth.

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