Erster Spatenstich gesetzt Arbeiten für neue Kita in Sögel gestartet

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Die Erdarbeiten für den Neubau der Kindertagesstätte an der Uhlandstraße in Sögel sind angelaufen. Foto: Christian BellingDie Erdarbeiten für den Neubau der Kindertagesstätte an der Uhlandstraße in Sögel sind angelaufen. Foto: Christian Belling

Sögel. An der Uhlandstraße in Sögel haben die Arbeiten für den Neubau einer inklusiven Kindertagesstätte (Kita) begonnen. Im Sommer 2019 soll die neue Einrichtung, deren Träger das St.-Lukas-Heim wird, fertiggestellt sein.

Wie Gemeindedirektor Günter Wigbers während Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch mitteilte, fand der obligatorische erste Spatenstich für das rund 2,1 Millionen Euro teure Bauvorhaben in der vergangenen Woche statt. Entstehen soll nach seinen Worten im westlichen Gemeindegebiet eine fünfzügige Kita, die 88 Plätze für Kinder mit und ohne Behinderungen bereit hält. Untergebracht sind Gruppen, Personal und Sanitär- und Verpflegungsräume auf einer Fläche von rund 5000 Quadratmetern in drei Gebäudeelementen nach Plänen des Architekten Patrick Großmann aus Sögel. Die Leitung der neuen Kita wird Michaela Steffens übernehmen, die aus einer langjährigen Erfahrungen als Leiterin des heilpädagogischen Kindergartens des St.-Lukas-Heimes schöpfen kann.

Die Erdarbeiten für den Kita-Neubau an der Uhlandstraße haben begonnen. Foto: Christian Belling

Ein baubegleitender Ausschuss soll Wigbers zufolge die Maßnahme unterstützen und an Entscheidungen mitwirken. "Sämtliche Gewerke sollen in den nächsten vier Wochen ausgeschrieben sein. Dann wissen wir auch, wie sich die Kosten genau entwickeln", erklärte der Gemeindedirektor. Für Kommunen sei die Kostenfrage in den vergangenen Monaten extrem schwierig, weil die Ergebnisse der Ausschreibungen aufgrund der hohen Auslastung der Betriebe schwer abzuschätzen seien. Wigbers: "Die intensive Kostenkontrolle wird uns während der gesamten Bauphase begleiten."

Die neue Kindertagesstätte umfasst zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen sowie eine heilpädagogische Gruppe. Die Kindergartengruppen sind als Integrations- und Ganztagsgruppe geplant. Der Kostenrahmen für die Baumaßnahme liegt bei etwa 2,1 Millionen Euro. An Zuschüssen werden vom Land 360.000 und vom Landkreis Emsland 295.000 Euro erwartet. Der Anteil des St.-Lukas-Heims bezieht sich auf die heilpädagogische Gruppe und anteilig auf die Flächen der allgemeinen Räume. Dieser Anteil wird sich auf etwa 450.000 Euro belaufen. Somit entsteht für die Gemeinde Sögel ein Anteil von gut einer Million Euro.

Zum symbolischen ersten Spatenstich trafen sich die am Bau der neuen Kita in Sögel beteiligten Verantwortlichen, um das Bauprojekt offiziell zu starten. Das Bild zeigt unter anderem St.-Lukas-Heim Geschäftsführer Heinz-Bernd Mäsker (Dritter von rechts), die künftige KiTa-Leiterin Michaela Steffens (Fünfte von rechts), Dezernent Marc-André Burgdorf (Sechster von rechts) und Bürgermeisterin Irmgard Welling (Vierte von links). Foto: Gemeinde Sögel

Nach Angaben von Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer des St.-Lukas-Heims, sollen in der neuen Kita alle Kinder entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten von Fachpersonal nach einem inklusiven Konzept in Regelgruppen, integrativen Gruppen und in heilpädagogischen Gruppen, betreut und gefördert werden. Schon im Kleinkindalter sei es wichtig, die Akzeptanz für die Individualität eines jeden Menschen zu fördern, damit sie möglichst übergangslos in die inklusiven Schulformen übergehen können. „Wir haben 70 Jahre lang Menschen mit Behinderungen separiert, jetzt wollen wir über diese inklusive Kindertagesstättenbetreuung ihren Platz in der Gesellschaft normalisieren, denn sie kommen aus dieser Gesellschaft “, wird Mäsker in einer Mitteilung der Gemeinde anlässlich des Spatenstichs zitiert. 

Im April sprach sich der Sögeler Gemeinderat einstimmig für den Bau einer neuen Kita an der Uhlandstraße aus.


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