Auszeichnung für St. Jakobus Sögeler Familienzentrum erhält Qualitätsbrief

Von Marina Heller

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In einer Feierstunde überreichte Auditorin Ingrid Blankefort den KTK-Qualitätsbrief an das Familienzentrum St. Jakobus in Sögel. Foto: Marina HellerIn einer Feierstunde überreichte Auditorin Ingrid Blankefort den KTK-Qualitätsbrief an das Familienzentrum St. Jakobus in Sögel. Foto: Marina Heller

Sögel. Als erste Kindertageseinrichtung in Niedersachsen und somit auch des Bistums Osnabrück hat das Sögeler Familienzentrum Sankt Jakobus den Qualitätsbrief des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) verliehen bekommen.

Bundesweit haben bisher insgesamt 21 Kindertageseinrichtungen (KiTa) den Qualitätsbrief des KTK-Bundesverbandes erhalten. Als erste Einrichtung im Bistum Osnabrück mit dieser Auszeichnung gehört der Sögeler Kindergarten damit zu den Vorreitern der Region. 

Sechs Jahre lang implementierte die Einrichtung Prozesse des Bistumsrahmenhandbuches in einem eigenen Qualitätshandbuch. „Hier in Sögel traf das Thema Qualitätsmanagement auf offene Ohren, Augen und Herzen“, beglückwünschte Auditorin Ingrid Blankefort das Team des Familienzentrums. Bereits Mitte April hat Blankefort gemeinsam mit ihrer Kollegin Monika Kleine-Kuhlmann zwei Tage in der KiTa verbracht. Dort habe sie „viele gute Gespräche“ mit der Leitung, dem Trägervertreter, den Teammitgliedern sowie Eltern und Kindern geführt. „Ziel dieses Audits war die Überprüfung der Merkmale des KTK-Qualitätsbriefes“, so Blankefort. 

Auf Grundlage eines gelebten Glaubens

Wichtig sei dem Bistum dabei neben einer guten und qualitativen Gestaltung der Prozesse in einer Kita, dass alle Themen und Prozesse immer auf der Grundlage eines gelebten Glaubens setzen. „Im Verlaufe des Audits durften wir feststellen, dass die im Vorfeld geprüften Dokumente nicht nur Papier waren, sondern diese sich hier im Leben in der KiTa immer zum Wohle der Familien und Kinder ausgestalten“, lobte Blankefort. 

Insgesamt prüften die Auditorinnen neun Qualitätsbereiche. Dazu zählten Kinder, Eltern, Kirchengemeinde, Sozialraum, Glaube, Träger, Leitung, Personal und Mittel. Um das Zertifikat zu erhalten, mussten mindestens 153 Praxisindikatoren erfüllt werden. „Hiervon konnte das Familienzentrum St. Jakobus insgesamt 205 vorweisen, das Wir-Gefühl in der Einrichtung ist beeindruckend“, berichtete Trägervertreter Bernd Norda.

Weiterentwicklungen des ganzen Teams

Leiterin Irmgard Welling bedankte sich bei allen Mitwirkenden: „Um das Qualitätsmanagement umzusetzen, waren stete Weiterentwicklungen vom ganzen Team gefragt.“ Die selbst ausgebildete KTK-Evaluatorin bedankte sich außerdem bei der Gemeinde Sögel und dem Landkreis für die Unterstützung beim Bau des neuen Kindergartengebäudes. „Für ein Qualitätsmanagement muss auch die Hülle stimmen, diese Rahmenbedingungen konnten wir nur durch unsere neuen Räumlichkeiten erfüllen“, so Welling.

Glückwünsche überbrachten auch Christoph Exeler vom Landkreis Emsland sowie Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers. „Das Familienzentrum St. Jakobus leistet qualitativ gute Arbeit für 142 Kinder in sieben Gruppen und deren Eltern“, so Wigbers. Gerade der zurzeit hohe Ausländeranteil in der Gemeinde Sögel stelle auch die Fachkräfte der Einrichtung vor neue Herausforderungen, wie das Überwinden von Sprachbarrieren. 

„Nach dem Audit ist vor dem Audit“, sagte Welling zum Schluss. Das Qualitätsmanagement sei mit der Auszeichnung nicht abgeschlossen. Bis zur erneuten Überprüfung in fünf Jahren werde die KiTa nun weiter intensiv an einem hochwertigen Angebot der Bildung, Erziehung und Betreuung arbeiten. 


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