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23.08.2018, 15:09 Uhr KOMMENTAR

Jugendpfleger in Sögel kommt mit offener Art an

Kommentar von Christian Belling

Jugendpfleger in Sögel: Wolfgang Knese. Foto: Christian BellingJugendpfleger in Sögel: Wolfgang Knese. Foto: Christian Belling

Sögel. In Sögel hat Jugendpfleger Wolfgang Knese dem Rat von aktuellen Entwicklungen in der Jugendarbeit berichtet. Ein Kommentar.

Wolfgang Knese ist ein Mann der direkten und offenen Sprache. Und damit fährt der Jugendpfleger in Sögel seit Jahren gut.

Wie jetzt auf der Ratssitzung spricht der Sozialpädagoge Entwicklungen, Probleme, aber auch Erfreuliches ohne Umschweife an. Den Kommunalpolitikern, die sich generell gerne eher verklausuliert kundtun und sich in der Sache winden, scheint dieser angenehm frische Umgang ebenfalls zu gefallen.

Viel wichtiger ist aber, dass Knese mit seinem Auftreten die Jugendlichen erreicht. Und das ist der Fall. Die Besucherzahlen im Jugendzentrum Alte Post liegen auf einem stetig zufriedenstellenden Niveau. Erfreulich ist dabei der hohe Anteil an Mädchen, die andernorts dieses Angebot eher nicht annehmen.

Doch nur mit lockeren Sprüchen wird sich der Jugendpfleger auf lange Sicht nicht den Respekt erarbeiten, der für seine Arbeit notwendig ist. Dem ist sich Knese bewusst, der auch unpopuläre Entscheidungen treffen kann.

So legt er großen Wert darauf, dass im JUZ Deutsch gesprochen wird, weil er verstehen möchte, was vor Ort geredet wird. Eine richtige Ansage, die auch dem zunehmenden Anteil von ausländischen Kindern und Jugendlichen im Jugendzentrum zu gute kommt. Wie überall gilt auch hier, dass die Sprache der Schlüssel zur Integration ist.


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