Arbeiten ruhen weiter Bestattungswald im Spahner Südholz: Landkreis prüft Hinweise

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Aufgrund der noch ausstehenden Baugenehmigung des Landkreises ruhen derzeit die Erschließungsarbeiten für die Errichtung eines Bestattungswaldes im Spahner Südholz. Foto: Christian BellingAufgrund der noch ausstehenden Baugenehmigung des Landkreises ruhen derzeit die Erschließungsarbeiten für die Errichtung eines Bestattungswaldes im Spahner Südholz. Foto: Christian Belling

Spahnharrenstätte. Aufgrund einer ausstehenden Baugenehmigung ruhen seit knapp acht Wochen die bereits angelaufenen Erschließungsarbeiten für die Errichtung eines Bestattungswaldes im Spahner Südholz. Die Prüfungen des Landkreises Emsland als Aufsichts-und Genehmigungsbehörde sind noch nicht abgeschlossen.

„Es ist zu diesem Verfahren eine Vielzahl von Hinweisen aus der Öffentlichkeit, vor allem aus der Samtgemeinde Sögel, eingegangen, die einer sorgfältigen Prüfung bedürfen. Daneben sind die fachrechtlichen Belange der am Verfahren beteiligten Behörden zu prüfen. Diese sind derzeit noch nicht abgeschlossen“, teilt Landkreissprecherin Anja Rohde auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Bauliche Anlagen im Sinne der niedersächsischen Bauordnung

Nach ihren Worten bedarf es für die Nutzung des Geländes als Bestattungswald, für die Herstellung von PKW-Einstellplätzen und für die innere Erschließung der Flächen einer Baugenehmigung, da es sich um bauliche Anlagen im Sinne der niedersächsischen Bauordnung handelt. „Für diese Maßnahmen liegt der entsprechende Bauantrag vor“, so Rohde. Wie die Landkreissprecherin weiter ausführt, gilt diese Baugenehmigungspflicht für den Bau von Geh- und Fahrradwegen als öffentliche Verkehrsanlagen indes nicht, da diese über andere Verfahren wie das Planfeststellungsverfahren zugelassen werden. „Öffentliche Verkehrsanlagen wie Geh- und Fahrradwege unterliegen nicht dem Geltungsbereich der niedersächsischen Bauordnung“, teilt Rohde mit.

Landwirt aus Spahn interveniert

Vor dem Baustopp Ende Juni führte die Samtgemeinde (SG) Sögel bereits Bauarbeiten für die Herstellung von Wegen und Zufahrten auf dem in Planung befindlichen Gelände des Bestattungswaldes durch. SG-Bürgermeister Günter Wigbers (CDU) berichtete auf Anfrage, dass die Samtgemeinde aufgrund der Intervention eines Spahner Landwirts die Wegebauarbeiten in Abstimmung mit dem Landkreis unterbrochen habe, auch wenn nach seinen Worten für ähnliche Projekte in deutlich größerer Dimension bisher keine Notwendigkeit einer Baugenehmigung gesehen wurde. Die Sögeler SPD-Fraktion kritisierte die Vorgehensweise der Verwaltung.

Mit großer Mehrheit votierte der Sögeler Samtgemeinderat im vergangenen Oktober für die Errichtung eines Bestattungswaldes im Spahner Südholz. An der südlichen Spitze des Waldgebietes soll der etwa fünf Hektar große Bestattungswald entstehen.


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