Innenausbau fast fertig Mehrgenerationenhaus in Hüven nimmt Gestalt an

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Hüven. Von innen kaum mehr wiederzuerkennen ist die alte Grundschule in Hüven. Seit knapp einem Jahr wird das seit fünf Jahren leer stehende Gebäude aus den 1930er-Jahren zu einem Mehrgenerationenhaus umgebaut. Läuft alles mit, soll die Einweihung im Spätherbst stattfinden.

„Wir liegen im Großen und Ganzen gut im Zeitplan, auch wenn die Handwerker durch die Bank alle gut ausgebucht sind“, teilt Bürgermeisterin Simone Borgmann (CDU) bei einer Begehung der Baustelle mit. Von dieser ist allerdings im Inneren nicht mehr viel zu sehen. Lediglich einige Umzugskartons sowie fehlende Möbel sind ein Zeichen dafür, dass die Arbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind.

Räume zwischen 15 und 60 Quadratmeter groß

Auf rund 200 Quadratmetern sind mehrere Räume mit Größen zwischen 15 und 60 Quadratmeter entstanden, die nach dem Bezug von der politischen Gemeinde, örtliche Gruppen und Vereinen sowie die Kirchengemeinde genutzt werden sollen. „Ob die Jugend, die Mutter-Kind-Gruppe, das Senioren-Frühstück oder unsere Denksportler: Hier soll gleichermaßen ein Treffpunkt für alle Generationen entstehen“, so Borgmann.

Pfarrbüro zieht auch ein

Bei der Planung wurde zudem an einen Abstellraum sowie ein Zimmer für das Archiv gedacht. Das Obergeschoss der alten Grundschule soll als Lagerfläche dienen. Eine neue Heimat finden in dem umgestalteten Haus wird darüber hinaus das Pfarrbüro der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius, das während der Bauphase im Schützenhaus untergebracht ist. „Wir sind optimistisch, dass jede Gruppe hier ihren passenden Raum findet“, so die Bürgermeisterin, die deutlich macht, dass die Gemeinde Eigentümerin des Gebäudes bleibt.

„Wunsch vieler Hüvener“

Im Gegensatz zur kompletten Neugestaltung im Inneren steht die Außenfassade, die in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleibt. „Die ist ortstypisch und passt hervorragend in das Gesamtbild. Von außen ist die alte Schule die alte Schule geblieben, was auch der Wunsch vieler Hüvener war“, macht Borgmann deutlich.

Was bis zur geplanten Einweihung im Spätherbst noch ansteht, ist das Anlegen des Außenbereichs. „Pflasterung, überdachter Fahrradraum, Parkplätze, Zuwegung: Hier gibt es noch einiges zu tun“, weiß Ratsherr Alfons Kohne. Was davon tatsächlich umgesetzt wird, hängt der Bürgermeisterin zufolge vom verbliebenen finanziellen Spielraum ab. „Wir machen jetzt erst mal einen Strich unter die bereits abgerechneten Arbeiten und schauen, was das Budget noch hergibt.“

„Richtige Dorfmitte“

Das Gesamtfinanzierungsvolumen des Umbaus belüft sich auf rund 300.000 Euro. Zwei Drittel davon werden mit Fördermitteln aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ finanziert. Die Kirchengemeinde steuert ein Drittel bei. „Ohne so viel ehrenamtliches Engagement und das Einbringen von Herzblut wäre das Vorhaben dieser Form aber nicht möglich gewesen“, berichtet Pfarrer Bernhard Horstmann. Gegenseitig bedanken sich die Kirchengemeinde und die politische Gemeinde für das gute Zusammenspiel. Borgmann: „Alle Beteiligten haben dabei stets das Ziel einer richtigen Dorfmitte im Blick behalten.“


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