Förderverein schließt Arbeiten ab „Ganzes Dorf“ realisiert Soccerplatz in Spahnharrenstätte

Von Christian Belling


Spahnharrenstätte. Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres kann auf dem neuen Soccerplatz in Spahnharrenstätte gespielt werden. Möglich gemacht hat dies der Förderverein von Grundschule und Kindergarten. Auch wenn Förderverein-Vorsitzender Michael Wigbers dies nicht so gerne hört.

„Das ganze Dorf hat die Realisierung möglich gemacht“, teilt Wigbers vor Ort im Gespräch mit unserer Redaktion mit. 40.000 Euro hat der Förderverein nach seinen Worten in der Hümmlinggemeinde gesammelt, um den Bau des Soccerplatzes zwischen Grundschule und Kindergarten realisieren zu können. „Jeder hat seinen Beitrag dazu geleistet. Egal ob Privatpersonen, Vereine oder Unternehmen“, freut sich der Vorsitzende. „Ich bin regelrecht begeistert über so viel Engagement.“

„Immer ein Dorn im Auge“

Die Idee eines Soccerplatzes hatte Wigbers schon bei der Gründung des Fördervereins im Jahr 2011. „Die bislang dort aufgestellten zwei Tore auf schwarzem Sand waren mir immer ein Dorn im Auge.“ Aus den Augen verlor er in den Folgejahren sein Vorhaben nie. Konkreter wurde es aber erst im vergangenen September, als der Verein bei der Verwaltung nachfragte, ob der Bau des Platzes überhaupt möglich sei. „Auch von der Gemeinde vor Ort und der Samtgemeinde in Sögel haben wir bei den Planungen stets Unterstützung erfahren.“ Als Vorbild für die jetzt errichtete 13 mal 20 Meter große Fläche diente das im vergangenen Jahr gebaute Soccerfeld an der Schule am Schloss in Sögel.

Turnschuhe, Socken oder barfuß

Erste Angebote holte sich der Verein Anfang des Jahres ein, ehe im Frühjahr richtig angefangen wurde. „Mit Unterstützung der Firmen vor Ort haben unsere Mitglieder auch viel Eigenleistung investiert und mit angepackt“, so Wigbers. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ende letzter Woche wurde der mit einem Fangnetz ausgestatteter Soccerplatz für den Betrieb freigegeben. „Genutzt werden kann er sowohl von der Grundschule und dem Kindergarten sowie nachmittags auch von anderen Interessierten“, teilt der Vorsitzende mit. Der Platz sei so konzipiert worden, dass nicht nur Fußball darauf gespielt werden könne. Betreten werden darf der Kunstrasen nur mit Turnschuhen, Socken oder barfuß.

Offizielle Einweihung am 9. September

Die letzten ausstehenden Restarbeiten im Umfeld der Anlage sollen bis zur offiziellen Einweihung des Platzes am Sonntag, 9. September, abgeschlossen sein. Auf dem Schulhof wird ab 14 Uhr ein abwechslungsreiches Programm, garniert mit einem Besuch des ehemaligen Fußballprofis Michael Rummenigge, organisiert.

Bürgermeister Reinhard Timpker zollt dem Förderverein Respekt für die geleistete Arbeit. „Alle haben sich daran beteiligt, so dass es eine Art Bürgerprojekt geworden ist.“ Nach seinen Worten könne der neue Platz zu einem neuen Treffpunkt mit einem Alternativangebot für Jugendliche werden. Timpker: „Und dabei treiben sie auch noch Sport, also etwas Sinnvolles.“

„Sind gesegnet mit Kinderzahlen“

Der Förderverein von Grundschule und Kindergarten hat sich in Spahnharrenstätte im Jahr 2011 gegründet. „Wir sind gesegnet mit Kinderzahlen, da haben wir gedacht, wir müssen etwas bewegen“, erklärt Wigbers. Bisherige Projekte des rund 70 Mitglieder zählenden Vereins seien untern anderem der Kinderbus, eine neue Beschilderung, Arbeiten an den Außenanlagen sowie der Aufbau einen neue Schaukel und eines Basketballkorbes gewesen. Zum Vorstand gehören außer dem Vorsitzenden noch Schriftführer Georg Heermann-Többenotke, Kassenwartin Maria Schnieders-Köster und Wilma Wigbers vom Orgateam.


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