Im Gespräch mit Pater Edmund Vorfreude auf Sögeler Mariä-Himmelfahrtswallfahrt steigt

Von Ingrid Cloppenburg

Pater Edmund bedankt sich bei den Mitarbeitern des Sögeler Bauhofes für das Aufstellen der Altarinsel zur Wallfahrt. Foto: Ingrid CloppenburgPater Edmund bedankt sich bei den Mitarbeitern des Sögeler Bauhofes für das Aufstellen der Altarinsel zur Wallfahrt. Foto: Ingrid Cloppenburg

Sögel. Auf Hochtouren laufen derzeit die Vorbereitungen für die Mariä-Himmelfahrtswallfahrt auf dem Schlossplatz Clemenswerth in Sögel, die am Sonntag, 19. August, stattfindet. So wird bereits der Altar von Mitarbeitern des Bauhofes der Gemeinde aufgebaut. Pater Edmund vom gastgebenden Kapuzinerkloster Clemenswerth weiß bei den Arbeiten alles in guten Händen.

„Als ich vor einigen Jahren die erste Wallfahrtsmesse auf Clemenswerth mitfeiern durfte, war ich schon ein wenig enttäuscht“, teilt Pater Edmund im Gespräch mit unserer Redaktion. Er hatte bereits, bevor er nach Sögel kam, von der großen Feierlichkeit gehört. Wie es so bei Erzählungen ist, sei ihm eine viel größere Besucherschar angekündigt worden. Tatsächlich waren zu früheren Zeiten mehr als 5000 Gläubige auf dem Schlossplatz, um dem Wallfahrtsgottesdienst beizuwohnen. Im Jahr 1937 sollen sich gar 30.000 Gläubige in Sögel versammelt haben. Vor drei Jahren hatte Pater Edmund wohl den Tiefpunkt der Sögeler Wallfahrt erlebt. Es regnete in Strömen und nur die hart gesottenen Pilger, immerhin noch weit über Tausend, versammelten sich auf dem Schlossplatz.

Augenmerk auf Familienfreundlichkeit

Doch dann kehrte eine Wende ein. Von Jahr zu Jahr sind wieder mehr Gäste auf dem Schlossplatz zugegen, um dem Mariä-Himmelfahrtsgottesdienst zu folgen. „Dieses liegt ganz sicherlich auch an den intensiven Bemühungen eines eigens eingerichteten Arbeitskreises, der unter der Leitung von Pfarrer Bernd Horstmann das Augenmerk der Wallfahrt auf die Familienfreundlichkeit gerichtet hat“, erklärt Pater Edmund.

Kindergottesdienst gut angenommen

So werde seit Kurzem ein Kindergottesdienst im Klostergarten angeboten, der gut angenommen wird. Der Gang zur anschließenden Segnung der Kinder durch den Hauptzelebranten zeige ein schönes Bekenntnis der Familien zur Kirche. Auch die Einladung an die Erstkommunionkinder aus dem ganzen Dekanat sowie die Beteiligung der Kindergartenkinder würde Früchte tragen. „Es ist ein schöner Anblick vom Altar aus, zuvorderst in die Gesichter der aufmerksamen Kinder schauen zu dürfen“, so der Pater Edmund.

Weihbischof predigt

Das Wichtigste sei aber nicht die Anzahl der Gläubigen, sondern die Ausstrahlung des Gottesdienstes auf einem Jeden. „Wir alle wollen die Kirche und den Glauben lebendig halten. Wenn dieser Gedanke von allen getragen wird, strahlen wir genau das aus, wofür diese Wallfahrt steht.“

In diesem Jahr wird Weihbischof Johannes Wübbe in seiner Predigt über „Maria, die Knotenlöserin“ sprechen. „Darauf freue ich mich“, berichtet Pater Edmund. Biete das Thema doch ausreichend Gelegenheit, um auf die vielen Probleme, die ein jeder wie Knoten mit sich schleppt, einzugehen und Zuversicht durch die geistliche Unterstützung zu schöpfen. Auch Bruder Marinus, Provinzialminister der Deutschen Kapuziner, nebst vielen Mitbrüdern aus Klöstern der näheren Umgebung werden wieder zur diesjährigen Wallfahrt erwartet.

Begegnung auf dem Schlossplatz

Als wichtigen Bestandteil der Erneuerungen nennt Pater Edmund auch die anschließende Begegnung des Bischofs oder Weihbischofs auf dem Schlossplatz mit den Gläubigen. „Früher haben wir ein Essen mit der Obrigkeit hinter verschlossenen Türen angeboten, davon wollte sich der Bischof lösen.“ Jetzt ist er mitten unter dem Volk. „Und anschließend wird gemeinsam eine zünftige Kirmes auf dem Sögeler Marktplatz gefeiert“, zeigt sich Pater Edmund dem weltlichen Leben durchaus angetan.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN