„Diner en Blanc“ Weiße Festtafel mit 50 Gästen vor dem Marstall in Sögel

Von Marina Heller

Im Vorgarten des Marstall Clemenswerth versammelten sich am Samstagabend 50 Gäste zum „Diner en Blanc“. Foto: Marina HellerIm Vorgarten des Marstall Clemenswerth versammelten sich am Samstagabend 50 Gäste zum „Diner en Blanc“. Foto: Marina Heller

helm Sögel. 50 ganz in Weiß gekleidete Gäste haben am „Diner en Blanc“ im Vorgarten des Marstall Clemenswerth in Sögel teilgenommen.

Das besondere an dieser Art Veranstaltung: Der Treffpunkt war im Voraus geheim und wurde erst eine Stunde vor Beginn in dem sozialen Online-Netzwerk Facebook und auf den LED-Walls an den Sögeler Ortseingängen bekannt gegeben. Ebenso wissen die Veranstalter nicht, wie viele Gäste teilnehmen. Zudem müssen die Teilnehmer am „Diner en Blanc“ komplett in weiß gekleidet erscheinen und Getränke, Speisen und Tische selbst mitbringen. Am Ende verlassen alle Gäste sauber den Platz, sodass nichts mehr an das „Diner“ erinnert.

Ein schöner Abend im Freien

Als Gastgeber offenbarte sich in diesem Jahr die Sögel Marketing GmbH. Den Veranstaltungsort stellte der Marstall zur Verfügung. „Der Vorgarten des Marstall Clemenswerth bietet eine eindrucksvolle Kulisse, die das Ambiente des ,Diner en Blanc‘ perfekt umrahmt“, freute sich Sarah Sievers. Sie und ihre Freundinnen haben in diesem Jahr zum ersten Mal an der Veranstaltung teilgenommen und wollen im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein. „Die Organisation ist ganz einfach. Man teilt sich das Mitbringen von Geschirr, Besteck, Gläsern und Speisen auf und verbringt einen schönen Abend im Freien zusammen.“ Auch Anja Hermühlen zeigte sich angetan: „Es war ein toller und gemütlicher Abend, hoffentlich wird es auch im nächsten Jahr wieder stattfinden.“

Fünf-Gänge-Menüs, Häppchen und Wein

Viele Spaziergänger in der angrenzenden Schlossallee ließ der Anblick der langen weißen Festtafel einen Moment innehalten. Einige Grüppchen tischten ganze Fünf-Gänge-Menüs auf, andere machten es sich zwischen Häppchen und Wein gemütlich. Nach alter Tradition endet das „Diner en Blanc“ um 22 Uhr mit dem Zünden von Wunderkerzen. Jedoch konnten die Wunderkerzen in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit und der damit einhergehenden Brandgefahr nicht angesteckt werden. Aber davon ließen sich die Gäste die Stimmung nicht verderben. Kurzerhand holten sie ihre Mobiltelefone heraus, ließen die Taschenlampen leuchten und stimmten ein Lied zum Abschluss an.

„Diner en Blanc“ hat seinen Ursprung in Paris

Das „Diner en Blanc“ hat seinen Ursprung in Paris. Der Franzose Francois Pasquier musste im Jahr 1988 sein privates Sommerfest in einen öffentlichen Park verlegen, da sein Garten für 200 Gäste zu klein war. Seitdem findet dieses Fest jedes Jahr im Juni statt. In vielen Städten Europas hat das „Diner en Blanc“ mittlerweile Nachahmer gefunden.


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