„Viel in meinem Leben erfahren“ Älteste Sögelerin feiert 100. Geburtstag

Präsente und Urkunden: Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (links), Bürgermeisterin Irmgrad Welling und Kreistagsabgeordneter Reinhard Kurlemann überbrachten Johanna Bockhorn Glückwünsche zum 100. Geburtstag. Foto: Marina Heller/Gemeinde SögelPräsente und Urkunden: Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (links), Bürgermeisterin Irmgrad Welling und Kreistagsabgeordneter Reinhard Kurlemann überbrachten Johanna Bockhorn Glückwünsche zum 100. Geburtstag. Foto: Marina Heller/Gemeinde Sögel

Sögel. Ein ganzes Jahrhundert hat Johanna Bockhorn bereits miterlebt und damit ist sie die älteste Frau der Gemeinde Sögel. Im Caritas-Seniorenzentrum „Haus Simeon“ feierte sie ihren 100. Geburtstag.

Anlässlich dieses besonderen Tages gratulierten Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers, Bürgermeisterin Irmgard Welling und Kreistagsabgeordneter Reinhard Kurlemann persönlich. Sie überbrachten Präsente und Urkunden der Gemeinde Sögel, des Landkreises Emsland und des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil.

In Essen aufgewachsen

Geboren und aufgewachsen ist Bockhorn in Essen. „Zwischen Leid und Freud habe ich viel in meinem Leben erfahren“, berichtete sie im Rückblick auf das vergangene Jahrhundert. Ihr Geburtsjahr 1918 ist gleichzeitig das letzte Jahr des Ersten Weltkrieges. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1939 war Bockhorn bereits mit ihrem Ehemann verheiratet. Dieser arbeitete bis zum Rentenalter als Fabrikmeister in Duisburg.

Besonders in Erinnerung behielt Bockhorn die Urlaube in Bad Zwischenahn. „Dort haben wir immer gerne Urlaub gemacht“, blickt die Jubilarin gerne zurück. Mit Eintritt in das Rentenalter zogen Bockhorn und ihr Ehemann nach Rhauderfehn. Nach dem Tod ihres Mannes verschlug es die 100-Jährige zur Bürgerhilfe nach Sögel, wo sie bereits seit 18 Jahren lebt.

Vertrauensperson gefunden

Im betreuten Wohnen des ambulanten Pflegedienstes lernte sie Betreuerin Karin Sewerin kennen, die auch beim Geburtstagskaffee anwesend war. „Karin Sewerin ist zu einer echten Vertrauensperson für mich geworden“, berichtet Bockhorn. Obwohl sie mittlerweile im Seniorenzentrum lebt, kommt Sewerin sie noch regelmäßig besuchen und nimmt mit ihr Besuche beim Optiker wahr oder geht mit ihr Eis essen. „Selbst mit 100 Jahren kann Johanna Bockhorn noch jedes Rätsel lösen“, so Sewerin. Gerne spiele sie auch Schach und Skat.

Gerne Walzer getanzt

Auf ihrem Zimmer im Altersheim hört sie zudem gerne alte Schallplatten. „Aber nur den schönen, alten Schlager“, sagt sie scherzend. Dazu zählen Udo Jürgens, Freddy Quinn und Heintje. Allgemein sei sie früher gerne am Wochenende zum Tanz gegangen. Ihr Lieblingstanz war der Walzer. Was ihr größtes Erlebnis im Leben war? „Am schönsten ist, dass ich immer gesund geblieben bin.“


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